per eMail empfehlen


   

Kostenfalle „Blind Booking“

„Überraschungsflug mit Festpreisgarantie“ kann ganz schön teuer werden

Schnäppchen können manchmal ganz schön teuer werden. Diese bittere Erfahrung musste der junge Dußlinger Steffen Dieter machen, der seine Freundin zu Weihnachten mit einer „Blind Booking-Reise“ nach Budapest überraschte (siehe dazu auch den Kommentar auf Seite 2).

Anzeige


 

Etwas ganz Besonderes sollte es schon sein, dachte sich Steffen, als er im vergangenen Dezember über ein Weihnachtsgeschenk für seine Liebste nachdachte. Und es klang ja auch alles so einfach – auf der Buchungsseite von „Germanwings“ im Internet. Einen „Überraschungsflug mit Festpreisgarantie“ versprach ihm die Fluglinie beim „Blind Booking“ und es standen wirklich attraktive Reiseziele zur Auswahl. Verführerisch leuchteten ihm 19,99 Euro für Hin- und Rückflug entgegen.

Also frisch ans Werk und gebucht. „Budapest“ lautete schließlich das Überraschungsziel. „Nicht schlecht“, fand Steffen: Die Metropole an der Donau interessierte ihn schon lange. Dass der Preis schließlich für beide Flüge (hin und zurück) 95,96 Euro betragen sollte, nahm der Schüler in Kauf, da er insgeheim schon gedacht hatte, dass es etwas teurer werden könnte.

Zum Fest unterm Weihnachtsbaum kam Steffens Geschenk sehr gut an – die Überraschung war wirklich gelungen. Doch auf das große Glück folgte echtes Pech: In der Woche vor dem Abflug erkrankte die Freundin und konnte keinesfalls mitfliegen.

Doch junge Erwachsene sind ja flexibel. Nachdem er die erste Enttäuschung überwunden hatte, fragte Steffen unter seinen Bekannten und fand mit Julian Schneider schnell einen Mitreisenden, der gerne mit nach Budapest wollte. Und damit begann dann der Ärger.

Steffen hatte seine Buchungsunterlagen wohl nicht genau gelesen. Denn diesen war zu entnehmen, dass eine Namensänderung möglich ist, aber mindestens 24 Stunden vor Antritt der Reise angemeldet werden muss. „Die Kosten für die Namensänderung betragen 35 Euro pro Person und Buchung“, war dort zu lesen, was Julian durchaus angemessen erschien – 35 Euro waren ja noch immer ein Schnäppchen.

Groß war dann die Überraschung, als unsere Beiden vom Call Center der Fluglinie erfuhren, dass sie für die Namensänderung plötzlich über 250 Euro aufzahlen sollten – was den finanziellen Rahmen der Schüler deutlich sprengte. Offenbar hatten sie den Zusatz überlesen: „Wenn der aktuelle Flugpreis höher ist als der von Ihnen ursprünglich bezahlte Preis, wird zusätzlich der Differenzbetrag in Rechnung gestellt.“ Pech gehabt: Steffen und Julian sollten für die Umbuchung nun auf einmal den regulären Flugpreis bezahlen.

Da Stornierungen beim Blind Booking ausgeschlossen sind, hatte Steffen auch die 95,96 ursprünglich bezahlten Euro in den Sand gesetzt, denn weder er noch Julian hatten Lust, die Reise unter den neuen Bedingungen anzutreten.

Traugott Kümmerle

16.02.2011 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Bilder für einen guten Zweck
Bild 6: DTK vor dem Rottenburger Abendhimmel

Diese Unikate von Dieter Thomas Kuhn verkauft TAGBLATT-Fotograf Uli Metz für einen guten Zweck: Er will damit seinen schwer erkrankten Bühler Fotografen-Kollegen Kurt Henseler unterstützen.

In dem Actionabenteuer muss sich ein Trupp Wikinger in Schottland durch feindliches Territorium schlagen.

»weiter...

Im zweiten Teil des verfilmten Beziehungsratgebers läuft der Junggesellenabschied Hangover-krawallmäßig aus dem Ruder.

»weiter...

Bayrische Krimikomödie, in der es Dorfpolizist Eberhofer ("Dampfnudelblues") mit gleich mehreren Todesfällen zu tun bekommt.

»weiter...


Anzeige


Karikatur der Woche
Single des Tages
date-click