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Rock ohne zu viel Schock

Alice Cooper ist der Topact bei Rock of Ages

Auch in seiner siebten Auflage wartet das Festival Rock of Ages am 27. und 28. Juli in Seebronn mit Stars aus früheren Dekaden auf, die nach wie vor faszinierende Bühnenshows bieten – allen voran Alice Cooper.

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1968 stieß Vincent Damon Furnier zu einer Band, die sich Alice Cooper nannte. Der Sänger wurde in den kommenden Jahren so sehr zum Gesicht der Band, dass sich ihr Name auf ihn übertrug – nach dem Ende der Band nahm Furnier den Namen Alice Cooper an, der Rest ist Geschichte: Sein berühmtester Titel „School’s Out“ beinhaltete eine Mischung aus Glam Rock, Spuren von früher Punkmusik und eine Prise von jenem Hardrock, der ein paar Jahre später als Heavy Metal berühmt werden würde.

Im Sommer ohne Kunstblut in Seebronn: Alice Cooper. Bild: Agentur Im Sommer ohne Kunstblut in Seebronn: Alice Cooper. Bild: Agentur

„Ich war immer davon überzeugt, dass er nach Seebronn passt“, sagt Veranstalter Horst Franz. Im Lauf der Jahre reifte Alice Coopers Bühnenshow zu einem weithin umjubelten Ereignis in dem viel Kunstblut floss und in dem sich der Sänger per Guillotine selbst zu köpfen schien. Diese Elemente könnten in Seebronn fehlen – aus Rücksicht auf Kinder im Publikum. „Wenn er mit einer Schlange auf der Bühne rummacht, ist es in Ordnung“, findet Franz.

Mit Bob Geldof kommt eine ebenfalls schillernde Figur der Popmusik nach Seebronn. Als Sänger der Boomtown Rats („I don’t like Mondays“) erlebte Geldof die Blüte der Postpunk-bewegten New-Wave-Musik (ebenso wie John Watts’ Fischer Z, die ebenfalls in Seebronn spielen werden). Geldofs musikalischer Ruhm trat jedoch hinter seine karitativen Aktivitäten zurück. Mit der Band Aid und dem Titel „Do they know it‘s Christmas“ trat der Ire eine Bewegung unter Musikern los, sich für andere Menschen zu engagieren.

Mit Europe aus Schweden kommt eine Periode der Hardrock-Musik zurück, die viele bereits als erledigt abgehakt hatten: Hair Metal. Hochtoupierte Frisuren gehörten unter den Metallern Mitte der 80er einfach dazu. Axel Rudi Pell, der Gitarrist aus Bochum, hat diese Phase gut überstanden. Er bringt soliden Hardrock und fetzigen Metal mit nach Seebronn. Pell tritt dort zum zweiten Mal auf, ebenso wie Fish.

Der wird wieder mit den größten Hits aus seiner Zeit mit Marillion wie „Kayleigh“ oder „Lavender“ antreten. Mit Regatta de Blanc setzt Horst Franz seine Tradition von Coverbands bei Rock of Ages fort. Der Name verrät, dass es sich hier um eine Band handelt, die ausschließlich Songs von The Police spielt.

Der Vorverkauf laufe deutlich besser als im vergangenen Jahr, sagt Horst Franz: „Die Leute sollten sich dieses Jahr lieber sputen.“

Michael Sturm

13.06.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 13.06.2012 - 10:57 Uhr

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