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Zum Riechen und Schmecken

Das Geriatrische Zentrum in Tübingen hat einen Kräutergarten angelegt

Tomate, Petersilie und vieles mehr gibt es im neu angelegten Kräutergarten des Geriatrischen Zentrums Tübingen. Damit möchten Oberarzt Florian Metzger und sein Team den Aufenthalt für die kranken, älteren Menschen angenehmer machen.

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Tübingen. Inmitten des Gartens liegt das Hochbeet. „Jetzt können die Älteren hier nicht nur spazieren gehen, sondern sie finden auch etwas zum Riechen und Schmecken“, erklärt Florian Metzger. „Das spricht alle Kanäle an und die Patienten bekommen einen Zugang zum Leben“, so der Oberarzt.

Im Geriatrischen Zentrum werden Menschen über 65 Jahre behandelt, die unter anderem an Depressionen und Angststörungen leiden. Und von denen werde das neue Angebot gut angenommen, versichert Metzger. „Vor allem für unsere Patienten aus dem ländlichen Raum bieten die Kräuter eine vertraute Umgebung.“

Ein Universitätsschreiner hat die Holzumrahmung gebaut und die Mitarbeiter aus dem therapeutischen Team haben den Kasten zusammen mit einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer und Absolventen der Akademie für Arbeitstherapie bepflanzt. Und die Patienten hatten ein Mitspracherecht. „Sie durften auswählen, was gepflanzt werden soll“, berichtet Metzger. Gurken, Salbei und Dill standen neben anderen Kräutern auf der Wunschliste.

Gleich neben dem Beet ist ein Brunnen. Auch Bänke stehen bereit. Bei der Gartenanlage, die mit dem Umzug vom alten Haus ins Neugebäude einherging, wurde darauf geachtet, einheimische und bekannte Pflanzen zu wählen. Diese ganze Anlage sei gerne besucht, so Metzger. Denn sie erweitere die Innenfläche des Klinikums nochmals um das gleiche Areal - und zwar als Grünfläche. Ein grünes Wohnzimmer, bei dem man den Sonnenschein, den Duft der Kräuter und die Schönheit der Blumen genießen kann. Besonders für Demenzkranke, die mit einer motorischen Unruhe kämpfen, sei dieser Garten wichtig. „Hier können sie sich bewegen“, so Metzger. Die Anlage soll noch um einen Grill und einen Bauerngarten erweitert werden. Vielleicht kommt bald auch noch ein weiterer Kräutergarten dazu. Birgit Vey

11.07.2012 - 08:30 Uhr

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