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Glosse

Im Fußballfieber

Jetzt steigt wieder die Seuchengefahr . Anfang Juni rechnet das Bundesinnenministerium mit einer stark steigenden Zahl der Infizierten. Der Erreger ist bereits ausgemacht: Es ist ein Fußball. Als relativ unwahrscheinlich gilt, dass das Fußballfieber auf andere Sportarten wie Eisstockschießen oder rhythmische Wassergymnastik überspringt.

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Udo Renner

Als einen der Hauptmultiplikanten des Fußballfieber-Erregers haben Epidemiologen einen an verschiedenen Orten immer wieder auftauchenden Supervirus ausgemacht: Reinhold Beckmann.

Artikelbild: Krötenbremse in das Grundgesetz? Udo Renner Archivbild

Als ursprünglicher Träger und immuner Wirt, auf den der Keim von einem Wiesel übergesprungen ist, gilt Sepp Herberger. Infizierte kann man auch in Tübingen und der Region leicht daran erkennen, dass sie sich in geschlossenen Räumen und im Freien vor riesige Bildschirme setzen und schreien.

Noch immer ungeklärt ist der Übertragungsweg des Virus vom Fußballspieler zum Menschen. Virologen schließen daher umgekehrt auch nicht aus, dass etwa die Maul- und Klauenseuche auf Fußballer überspringen könnte.

Bei einer Klauenseuche unter den Kickern müsste die ganze EM abgesagt werden. In manchen Fällen mutiert das Fußballfieber-Virus zu einer besonders aggressiven Form. Oft sind dann schlimme Ausraster die Folge. Bis jetzt ist es den Notfallmedizinern aber noch jedes Mal gelungen, Dieter Hoeneß wieder ruhigzustellen.

Der Deutsche Seuchendienst wird für die Zeit vom 8. Juni bis zum 1. Juli eine Notrufnummer schalten, bei der gemeldet werden kann, wenn die Nationalmannschaft ein Tor geschossen hat. Das Rote Kreuz plant, in jeder größeren Ortschaft Notunterkünfte für Frauen einzurichten, die es zuhause nicht mehr aushalten.

Als Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung des Fußballfiebers raten Experten den Fans, Fußbälle auf keinen Fall ungekocht zu essen und viel grünen Tee zu trinken.

Psychologen empfehlen den Schlager „Gute Freunde kann niemand trennen“, intoniert von Franz Beckenbauer, anzuhören und dabei Fotos von Paul Breitner aus den 1970er-Jahren zu betrachten. Damit dürfte man bis zur WM 2014 immunisiert sein.

06.06.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 06.06.2012 - 13:52 Uhr

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