Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Landkreis Tübingen blickt auf ein anstrengendes, aber erfolgreiches Jahr 2011 zurück: Die Zahl der Rettungsdienstfahrten stieg ebenso wie die Notarzt-Einsätze binnen eines Jahres um etwa sechs Prozent.
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Die DRK-Kreisvorsitzende Lisa Federle hofft auf einen baldigen Start der integrierten Leitstelle. Archivbild: Metz
Kreis Tübingen. Die Tübinger Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes zählte im vergangenen Jahr 13 097 Einsätze der Rettungswagen, 2010 waren es 12 358 Einsätze gewesen. 4980 Mal rückte im Jahr 2011 das Notarzt-Fahrzeug aus – im Vorjahr waren es noch 4692 Blaulicht-Fahrten gewesen. In beiden Fällen beträgt der Zuwachs im Kreisgebiet gut sechs Prozent.
Die Mitarbeiter des Rettungsdiensts arbeiten rund um die Uhr im Schichtdienst. Etwa 60 Festangestellte werden von Freiwilligen und Ehrenamtlichen unterstützt. Sechs Rettungswagen setzt das DRK rund um die Uhr im gesamten Landkreis Tübingen ein. Sie sind auf die vier Rettungswachen in Tübingen, Mössingen, Rottenburg und Ergenzingen verteilt.
Ein wichtiges Thema beim Rettungsdienst ist die Hilfsfrist. Das ist jene Zeitspanne, die zwischen der Alarmierung der Retter und ihrem Eintreffen bei den Hilfsbedürftigen vergeht. Der Gesetzgeber gibt eine Hilfsfrist von 15 Minuten vor, die in 95 Prozent der Fälle eingehalten werden muss. Diese Quote wird im Kreis Tübingen fast punktgenau erreicht: Beim Rettungsdienst lag die Quote bei 96 Prozent, bei Notarzt-Fahrten waren es etwa 94,5 Prozent. Tatsächlich haben die DRK-Retter im Kreis Tübingen 2011 nahezu dieselben Hilfsfrist-Ergebnisse erzielt wie im Vorjahr, trotz der Zunahme an Einsätzen.
Eine wichtige Veränderung steht dem DRK-Rettungsdienst im Jahr 2012 bevor: Die seit Jahren diskutierte integrierte Leitstelle (ILS) soll dieses Jahr Wirklichkeit werden – eine Leitstelle, über die Rettungsdienst und Feuerwehr zentral alarmiert und koordiniert werden. Sie soll auf dem DRK-Gelände entstehen. Stadt und Kreis Tübingen sowie das DRK haben hierfür ein gemeinsames Konzept entwickelt. Die Verhandlungen um die Finanzierung des Projekts sollen sobald wie möglich abgeschlossen werden. „Wir hoffen, dass die integrierte Leitstelle noch 2012 in Betrieb gehen kann“, sagt Lisa Federle. „Wir haben unsere Hausaufgaben dafür gemacht“, betont die DRK-Kreisvorsitzende. TA