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Kadir Uzunsakaloglu verstärkt das Nationalteam der Stuckateure

Mit der Kelle an die Spitze

Kadir Uzunsakaloglu arbeitet schnell, exakt und kreativ. Weshalb der 22-jährige Türke aus Pfäffingen im Nationalteam der Stuckateure für die Weltmeisterschaft trainiert.

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Pfäffingen. Heute verputzt er einen Altbau in Herrenberg, morgen schwingt er die Kelle auf einer Baustelle in Ditzingen. Kadir Uzunsakaloglu kommt aber nicht nur im süddeutschen Raum viel herum.

Artikelbild: Mit der Kelle an die Spitze

Denn der begabte Nachwuchs-Stuckateur, der nach seiner Ausbildung von der Firma Göhring in Unterjesingen übernommen wurde, hat sich vergangenen Spätsommer für das Nationalteam qualifiziert. Zusammen mit neun Gesellen – darunter auch eine Frau – trainiert er für die Weltmeisterschaften der Berufe, die im Juli 2013 in Leipzig stattfindet. Dann ist neben Geschwindigkeit und Präzision auch seine Kreativität gefordert.

Nach einem Teambuilding-Seminar im Schwarzwald besuchte Uzunsakaloglu einen Kurs in Rutesheim, wo die jungen National-Stuckis ein Möbelstück aus Gipstafeln bauten. Und im Oktober geht es zur Europameisterschaft im belgischen Spa. Dazwischen präsentiert Uzunsakaloglu sein handwerkliches Geschick auf Messen.

Um alle diese Termine bewältigen zu können, wurde ihm ein Audi A1 mit den Insignien der Nationalmannschaft als Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt. Das Nationalteam, das auf Initiative des Ausbildungszentrums für Stuckateure in Leonberg entstanden ist und vom deutschen Stuckateurhandwerk getragen wird, soll vor allem junge Menschen für eine Branche begeistern, die unter Nachwuchsmangel leidet.

Kadir Uzunsakaloglu hat jedenfalls seinen Traumberuf gefunden. „Mir gefällt vor allem die Abwechslung“, erklärt er. „Mal arbeite ich in Räumen, dann wieder im Freien. Mal bin ich für das Grobe zuständig, dann geht es wieder um filigrane Feinarbeit und Fingerfertigkeit.“

Wie interessant der Beruf des Stuckateurs sein kann, wird auch deutlich, wenn der junge Handwerker von seiner Weiterbildung im Rahmen eines EU-Projekts in Italien schwärmt. „Dort habe ich im Frühjahr nicht nur neue Techniken wie die Verarbeitung von Alabaster gelernt. Ich habe auch viele kunsthistorisch sowie architektonisch interessante Gebäude und Museen in Pisa, Florenz und Rom besucht.“

Stefan Zibulla

06.06.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 06.06.2012 - 14:05 Uhr

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