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Generationswechsel beim Roten Kreuz

Neue Kreisbereitschaft hat ihre Arbeit aufgenommen

Etwa ein Jahr lang war die Position der Kreisbereitschaftsleitung beim Tübinger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vakant. Nun wurde gewählt: Der 35-jährige Markus Lutz aus Mössingen ist neuer Kreisbereitschaftsleiter. Drei Stellvertreter unterstützen ihn.

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Kreis Tübingen. Im Kreis Tübingen gibt es 14 DRK-Bereitschaften mit insgesamt rund 500 Aktiven. Die neue Kreisbereitschaftsleitung wurde von Vertretern der 14 Bereitschaften gewählt. Die Leitung übernimmt ab sofort der 35-jährige Markus Lutz aus Mössingen. Ihm zur Seite stehen drei Stellvertreter: die 31-jährige Friederike Heller aus Schlaitdorf, der 33-jährige Simon Schäberle aus Gomaringen und der 45-jährige Bernd Maas aus Eckenweiler.

Das neue Team (v.l.): Bernd Maas, Markus Lutz, Friederike Heller und Simon Schäberle. Bild: DRK Das neue Team (v.l.): Bernd Maas, Markus Lutz, Friederike Heller und Simon Schäberle. Bild: DRK

Für die kommenden zwei Jahre wird das Team nun seine Arbeit machen, dann wird neu gewählt. Üblicherweise dauert eine Amtszeit vier Jahre, die jetzige Wahl war außerhalb des normalen Turnus. Die vier Mitglieder der Kreisbereitschaftsleitung erhalten für ihre Arbeit keinerlei Bezahlung oder Aufwandsentschädigung. Ihre monatliche Arbeitsbelastung durch das Ehrenamt schätzen sie zwischen 30 und 80 Stunden ein – je nachdem, was gerade ansteht.

Markus Lutz sieht sich vor allem als Vermittler zwischen Haupt- und Ehrenamt. Eine Aufgabe, für die er geradezu prädestiniert ist: Seit 2004 ist er selbst hauptamtlich beim DRK angestellt und arbeitet als Rettungsassistent auf der Rettungswache Mössingen. Ehrenamtlich engagiert er sich bereits seit 2002 beim DRK im Ortsverein Mössingen. Auch Bernd Maas erfüllt beide Rollen: Er ist bereits seit 1987 hauptberuflicher DRKler, er leitet die Rettungswache Ergenzingen. Eingetreten ins DRK ist er 1980.

Innerhalb des DRKs hat die Kreisbereitschaftsleitung eine Schlüsselrolle. Sie betreut, vernetzt und koordiniert die Arbeit der Bereitschaften. Also all das, was ehrenamtliche DRK-Helfer im Landkreis leisten: bei Sanitätsdiensten, bei Notfall-Einsätzen als Helfer vor Ort, im Katastrophenschutz und bei Blutspendeaktionen.

„Wir wollen versuchen, die Bereitschaften voranzubringen und eine engere Kooperation zwischen den einzelnen Bereitschaften zu ermöglichen“, beschreibt Schäberle das Ziel für die kommenden Jahre. Die Idee, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu helfen und dies immer professioneller zu tun, treibt Markus Lutz an. Friederike Heller weiß genau, dass es dafür wenig öffentliche Anerkennung gibt: „Uns sieht man in der Öffentlichkeit ja weniger als jeden anderen DRK-Helfer.“ Bernd Maas ergänzt: „Wir sind eben die Backgrounder und Logistiker.“ TA

25.04.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 25.04.2012 - 14:17 Uhr

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