per eMail empfehlen


   

Schönbuch als Schilderwald

Nicht nur am Goldersbach in Bebenhausen steigt die Reizflut

Mutiert der Schönbuch zum Schilderwald? Diese Frage drängt sich Einheimischen und Besuchern in Bebenhausen auf. Doch nicht nur am Goldersbach steigt die Reizflut.

Anzeige


 

Nach Einschätzung von Experten stehen mindestens 25 Millionen Verkehrszeichen an Deutschlands Straßen. Ebenso zahlreich sind die Versuche, den immer dichter werdenden Schilderwald zu lichten. Laut Straßenverkehrsordnung sollen Verkehrszeichen nur dort angebracht werden, „wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist“. Und im Jahr 1997 hat der ADAC das Selmer Modell konzipiert, das mehr als 150 Städten und Gemeinden als Vorbild diente. „Jedes dritte Schild wurde dort abgebaut“, erklärt Detlev Lipphard. „Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit ist es jedoch nicht gelungen, eine flächenhafte Wirkung zu erzielen“, bedauert der Referent für Straßenverkehrstechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Zusätzlich zu den Verkehrszeichen, die nicht nur das Befahren der Brücke für schwere Fahrzeuge ... Zusätzlich zu den Verkehrszeichen, die nicht nur das Befahren der Brücke für schwere Fahrzeuge verbieten und im Winter auf die Sperrung der Verbindungsstraße nach Waldhausen hinweisen, stehen hier am Goldersbach in Bebenhausen noch Schilder, die Wanderern und Radlern die Richtung nach Unterjesingen und Rottenburg zeigen sowie auf den Hohenzollernweg, den Main-Neckar-Rhein-Weg und die Literatur-Tour hinweisen. Bild: Zibulla

Lipphard verweist auch auf den „Katalog verzichtbarer Verkehrszeichen im Innerortsbereich“, den das Land Baden-Württemberg bereits im Jahr 2000 veröffentlicht hat. „Gerade mal drei Prozent aller Schilder wurden abgebaut.“

Zu den mehr als 400 unterschiedlichen Verkehrszeichen, die der Gesetzgeber definiert hat, kommen noch zahllose Zusatzschilder und deren Kombinationsmöglichkeiten. Wenn diese Symbole unkontrolliert aus dem Boden sprießen, geht dem Verkehrsteilnehmer vor lauter Wald der Blick für das Wesentliche verloren. Und dann können die Zeichen keinen Beitrag zur Unfallverhütung leisten. „Zumal aus der Verkehrspsychologie bekannt ist, dass der Mensch maximal drei Schilder pro Mast verarbeiten kann“, gibt Lipphard zu bedenken. Stefan Zibulla

Welcher Schilderwald ist Ihnen aufgefallen? Schicken Sie ein Foto an die Redaktion des TAGBLATT ANZEIGER (Uhlandstraße 2, 72072 Tübingen) oder per Mail an redaktion@tagblatt-anzeiger.de. Und schreiben Sie uns Ihre Meinung: Sind all diese Zeichen ein notwendiger Beitrag zur Verkehrssicherheit oder tragen sie eher zur Verwirrung bei?

01.01.2013 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Bilder für einen guten Zweck
Bild 6: DTK vor dem Rottenburger Abendhimmel

Diese Unikate von Dieter Thomas Kuhn verkauft TAGBLATT-Fotograf Uli Metz für einen guten Zweck: Er will damit seinen schwer erkrankten Bühler Fotografen-Kollegen Kurt Henseler unterstützen.

In der Fortsetzung des Komödienhits rächen sich drei frisch gebackene Unternehmer an einem Investor, der ihnen das Leben schwer macht.

»weiter...

Schwarze Actionkomödie aus Schweden um einen Schneepflugfahrer, der den von der Mafia verschuldeten Tod seines Sohnes rächen will.

»weiter...

In der Tragikomödie trifft eine Holocaust-Überlebende (Hannelore Elsner) einen jungen Mann, der sie an ihre große Liebe erinnert.

»weiter...


Anzeige


Karikatur der Woche
Single des Tages
date-click