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Köpper hinter dem Damm

Südstadt-Anwohner nutzen die Steinlach als Naherholungsziel

Seit über zwei Wochen haben die Tübinger ein neues Naherholungsziel: Statt im Freibad oder an den Badeseen der Umgebung tummeln sich viele an und in der Steinlach.

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Dieses Wochenende an der Steinlach:  Badevergnügen  für Südstadt-Anwohner. Bild: Sturm Dieses Wochenende an der Steinlach: Badevergnügen für Südstadt-Anwohner. Bild: Sturm

Die Hitze des Sommers machte es möglich: Vor über zwei Wochen breiteten die ersten Südstadt-Anwohner Decken am Ufer der Steinlach aus und hielten ihre Beine zur Kühlung ins Wasser. Andere brachten ganze Biertisch-Garnituren mit, stellten sie in den kleinen Fluss und verbrachten dort ein paar Stunden. Wieder andere kamen, um zu bleiben – und um zu grillen.

„Wir beobachten es seit zwei Wochen – es werden täglich mehr Leute, die hierher kommen“, staunt Anwohner Frank Zeller, der es sich zusammen mit Gattin Anke und Tochter Anouschka an der Steinlach gemütlich gemacht hat. Mittlerweile, fügt Anke Zeller an, hätte der Andrang bereits Freibad-Ausmaße. Ihr gefällt es: „Es hat etwas Großstädtisches und trotzdem Improvisiertes.“

Am gegenüber liegenden Ufer liegt Isabell Rühle, die bereits vor über 20 Jahren in der Südstadt wohnte und nun nur wenige Meter von ihrem Liegeplatz entfernt in der Moltkestraße lebt. „Das ist das erste Jahr, dass ich hier so etwas erlebe“, sagt sie. Sie genieße, dass sie quasi nur aus der Haustüre hinaus gehen müsse und schon am Wasser sei. „Das ziehen die Kinder als Alternative zum Schwimmbad vor“, sagt Isabell Rühle. Ihre vierjährige Tochter Maja gehe gern in der Steinlach schwimmen.

Den kleinen Kindern geht das Wasser bis zur Brust, nachdem eine Staumauer aus größeren Steinen entstanden ist. Seit über zwei Wochen sei die Mauer von Erwachsenen, die Steine mitgebracht hatten, immer höher gemacht worden, erzählt Frank Zeller. Der Tübinger Björn Scherer genießt das Ambiente, auch wenn er gerade nicht ins Wasser geht. Allerdings sorgt er sich um die Fischtreppe, an deren Stelle jetzt der Damm steht: „Die müsste wieder gerichtet werden.“

Frank Zeller hat eine ganz andere Idee: „Hier fehlt jetzt eigentlich nur noch ein Stand mit Kaffee und Kuchen oder Eis.“

Michael Sturm

21.07.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 21.07.2010 - 14:08 Uhr

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