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Service für Urlaubskatzen

Tierfreunde organisieren ehrenamtliches Catsitting

Wohin mit den Haustieren im Urlaub? Für die Betreuung der Hauskatze(n) gibt es das „Catsitting auf Gegenseitigkeit“ mit ehrenamtlichen Helfer(inne)n (siehe auch den Kommentar auf Seite 2).

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Mössingen. Bereits 1995 wurde der Verein „Freundeskreis Katze und Mensch“ gegründet. Die Mitglieder in den Ortsgruppen kümmern sich gegenseitig und ehrenamtlich um ihre Samtpfoten. „Wir kümmern uns nicht gegen Entlohnung um die Tiere anderer Katzenbesitzer“, stellt Nicole Merkl von der Ortsgruppe Mössingen klar. „Bei uns muss man Mitglied sein.“

Artikelbild: Tierfreunde organisieren ehrenamtliches Catsitting © Undine Aust - Fotolia.com © Undine Aust - Fotolia.com

Das Besondere an Katzen ist, dass man sie möglichst nicht aus ihrer gewohnten Umgebung nehmen sollte. „Hunde sind da robuster“, so Merkl, „aber Katzen sind sensibel.“ Und sind die Helfer schon mal da, kümmern sie sich auch gleich um die Pflanzen und die Post.

In Mössingen haben sich etwa 20 Katzenbesitzer(innen) organisiert. Sie verteilen sich auch auf die Gemeinden Nehren, Belsen oder Ofterdingen. Die Tübinger Ortsgruppe ist in fast allen Stadtteilen und in Wurmlingen vertreten.

Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Ludwigsburg, und insgesamt zählt der Verein inzwischen über 4600 Mitglieder bundesweit. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro pro Jahr, Rentner oder ALG2-Empfänger(nnen) zahlen zwölf Euro. Mit diesen Einnahmen wird die Kastration herrenloser Katzen sowie das Futter und die ärztliche Behandlung von Fundtieren finanziert. Mehr als 90 Prozent der Mitgliedsbeiträge und Spenden (2011 kamen fas 160 000 Euro zusammen) werden für den Tierschutz verwendet.

Vor allem in größeren Städten wird das Konzept des Vereins angenommen. Auf dem Land sorgen sich eher die Nachbarn um Urlaubskatzen. Brigitte Ziemann versuchte in Rangendingen eine Ortsgruppe zu gründen. „Ich habe Flyer verteilt und sie überall ausgelegt, aber keiner hat sich gemeldet.“

Grundsätzlich seien Katzen zwar zutraulich, so Merkl, aber es könne schon passieren, dass sie sich Fremden nicht zeigen. „Ich musste mal zwei Katzen betreuen, davon habe ich die eine in der ganzen Woche nicht gesehen. Nur der Freßnapf war leer.“

Die Betreuungszeiten werden nach einem Punktesystem geregelt, so dass nicht alles an ein paar Mitgliedern hängenbleibt. „Wir prüfen auch alle Daten unserer Mitglieder, damit sich keine schwarzen Schafe einschleichen können“, erklärt Nicole Merkl.

Jede Ortsgruppe hat einen ehrenamtlichen Leiter. Die Mössinger treffen sich regelmäßig zum Stammtisch in der Belsener Bahnhofsgaststätte. „Aber ohne unsere Katzen“ sagt Merkl lachend. Werner Bauknecht

Bild: © Undine Aust - Fotolia.com

 

Weitere Infos: www.katzenfreunde.de

11.07.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 17.10.2012 - 10:52 Uhr

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