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Tübingen-Mosaik

Von Kay Borowsky

Heimatgefühl: Wenn man von einer Zugreise heimkehrt und der Stadtbus steht da, so selbstverständlich und pünktlich wie immer. Auch im Tübinger Winter, nicht so hart wie anderswo, gilt: Wenn fremde Ideen nicht wärmen, wie dann die eigenen, die ja aus fremden entstehen? „Mein“ Metzger, „mein“ Frisör, ich kenne „meinen“ Goethe: Peinlich, diese Anwendung des besitzanzeigenden Fürworts aus vergangenen Besitzverhältnissen. Ein verstorbener Kenner unserer Stadt zeigt mir, wo in der Neckarbrücke der älteste Stein der Vorgängerbrücke eingemauert ist – vielleicht der schon so lange gesuchte Stein der Weisen?

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Artikelbild: Von Kay Borowsky

Der Verewigte selbst: Schlussstein in einem schlicht gestalteten Kreuzrippengewölbe.

Wieder wandert das Gold der abendlichen Wolkenränder in die Straßenlaternen und legt bei der Nacht ein gutes Wort für alle Wanderer in der Finsternis ein.

22.02.2012 - 08:30 Uhr

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