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Gesundheitsexperten warnen: Alkoholmissbrauch bei Senioren steigt

Besser kein Tröpfchen in Ehren…

Mehr und mehr Senioren in Baden-Württemberg müssen wegen alkoholbedingter psychischer Störungen oder Verhaltensstörungen stationär behandelt werden. Laut Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gab es im Jahr 2010 über 3400 Klinikaufenthalte von Menschen über 65 Jahre, die sich wegen übermäßigen Alkoholkonsums behandeln lassen mussten.

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Innerhalb von nur zehn Jahren ist die Zahl der Behandlungen in Baden-Württemberg um 60 Prozent gestiegen, bundesweit sogar um 67 Prozent. Etwa zwei Drittel der Betroffenen sind Männer. Die TK bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamts.

Artikelbild: Besser kein Tröpfchen in Ehren… Alkohol in Kombination mit Medikamenten kann zu riskanten Wechselwirkungen führen. Bild: Fotolia / Ilka Burckhardt

„Diese Entwicklung zeigt, dass sich in unserer Gesellschaft ein Alkoholproblem durch alle Altersschichten zieht. Nicht nur bei Jugendlichen – wie es überwiegend wahrgenommen wird“, sagt Andreas Vogt von der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Langeweile nach Austritt aus dem Arbeitsleben, Krankheit, Verlust des Partners oder einfach das Altwerden, können Gründe dafür sein, dass zu viel Alkohol konsumiert wird.

Vielen älteren Frauen und Männern ist nicht bewusst, dass die Alkoholverträglichkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Wurde der Alkohol in jüngeren Jahren vertragen, führt nun die gleiche Menge zu einem höheren Alkoholpegel, da der Wasseranteil im Körper mit den Jahren sinkt. Gleichzeitig braucht die Leber länger für den Abbau des Alkohols.

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Alkohol können ebenfalls riskant sein. Deshalb raten die Gesundheitsexperten der TK grundsätzlich dazu, den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen. Ein erster Schritt dazu könnte sein, sich seinem Hausarzt anzuvertrauen. PR/hoe

28.06.2012 - 08:30 Uhr

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