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Hänschen an die Hand nehmen

Bevor im September für die Erstklässler der Ernst des Lebens beginnt, sollten Eltern rechtzeitig mit ihnen den Schulweg trainieren

In Baden-Württemberg dauert es zwar noch ein bisschen, bis für die künftigen Erstklässler der Ernst des Lebens beginnt. Doch wenn es dann soweit ist, ist vieles neu für – auch der Schulweg. Eltern sollten ihre Abc-Schützen rechtzeitig mit dem Schulweg vertraut machen. Wenn möglich, sollten Eltern Strecken auswählen, bei denen die Kinder keine Fahrbahnen überqueren müssen.

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Lässt sich das nicht vermeiden, sollten gesicherte Überwege mit Fußgängerampeln und Zebrastreifen genutzt werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Deshalb sollten Kinder früh lernen, Blickkontakt zum Autofahrer aufzunehmen und ihre Absicht durch Handzeichen zu signalisieren.

Oft üben gehen

Der Schulweg sollte mehrfach zu den Tageszeiten trainiert werden, an denen der Nachwuchs auch später tatsächlich unterwegs ist. Das schafft Vertrauen und Routine. Allerdings sollten die künftigen Schulanfänger dabei nicht überfordert werden: Ein Lob bewirkt mehr als strenger Drill.

Artikelbild: Bevor im September für die Erstklässler der Ernst des Lebens beginnt, sollten Eltern rechtzeitig mit ihnen den Schulweg trainieren Ein Blick nach rechts, ein Blick nach links: Auch an gesicherten Straßennüberquerungen wie etwa einem Zebrastreifen gibt es einige Dinge zu beachten, die Eltern mit ihren Kindern üben können. Fotolia/ openlens

Nach den ersten Versuchen können Eltern mit ihren Kindern die Rollen tauschen. Denn: Ein Kind erkennt Gefahrenstellen eher, wenn es Verantwortung übernimmt und die Eltern zur Schule bringt.

Auffälliges Outfit

In den ersten Unterrichtswochen empfiehlt es sich, die Kinder so lange zu begleiten, bis die Strecke richtig sitzt. Entlastung für Eltern schaffen dabei Absprachen und Weggemeinschaften. Ein weiterer Vorteil: Eine Gruppe auffällig gekleideter Youngsters sticht im Straßenverkehr besser ins Auge als ein einzelnes Kind. Als passendes Outfit empfiehlt sich signalfarbene Kleidung, leuchtende Mützen mit Reflektoren und gegebenenfalls Warnwesten. Auch der Ranzen sollte mit Leuchtstreifen ausgestattet sein. „Wer außerdem morgens genügend Zeit einplant, vermeidet Hektik und damit Unachtsamkeit“, sagt TÜV Rheinland-Fachmann Hans-Ulrich Sander. PR/ hoe

Kinder kennen die Verkehrsregeln meistens nicht, bewegen sich unsicher, sind aufgedreht und können die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Deshalb sollten Autofahrer überall dort, wo die Schule wieder angefangen hat – in Baden-Württemberg ist das ab 10. September –, in der Zeit von etwa 7.30 bis 12 Uhr ein besonders wachsames Auge auf Abc-Schützen haben, ihre Geschwindigkeit drosseln und stets bremsbereit sein. „Das gilt erst recht, wenn es im Herbst morgens dunkel ist“, erklärt TÜVKraftfahrtexperte Sander.

09.08.2012 - 08:30 Uhr

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