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Naherholung am Wasser

Nackt baden an den Seen in Kirchentellinsfurt und Hirschau

Umfragen haben ergeben, dass bis zu 12 Millionen Deutsche – zumindest gelegentlich – nackt baden und sonnen. Und das am liebsten in freier Natur, etwa an einem Badesee.

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Im Kreis Tübingen kann man an manchen Stellen der Seen in Hirschau und Kirchentellinsfurt nackt baden. Das heißt: Dort wird das Nacktbaden – mal mehr, mal weniger gern – toleriert. Für den kleinen See in Reutlingen-Gönningen gilt dagegen offiziell: „Es fehlt die Abgeschiedenheit und Diskretion, die funktionierendes Nacktbaden braucht.“

Das ist bei den anderen beiden Seen, die abseits der jeweiligen Wohngebiete liegen, gegeben. In Kirchentellinsfurt liegen die textilfrei Badenden am Nordufer. Die räumliche Trennung zu den Badegästen in Badehose, -anzug und Bikini beträgt mehr als hundert Meter. Man hat etwas Laufstrecke, ehe man die Wiese erreicht, wo die meisten lagern, oder eine Nische, die noch unbesetzt ist.

Die Flora rund um die beiden Gewässer ist entscheidend für den jeweiligen Charakter: Während die Flora in Kirchentellinsfurt Abstand zum Wasser zu suchen scheint, boten Hecken und Schilfgürtel rund um den Hirschauer See viele Winkel, um sich ungestört ausziehen und sonnen zu können.

Mittlerweile hat die Stadt Tübingen den Hirschauer See gekauft. Zum Unmut mancher Stamm-Badegäste, denn diese befürchteten – im wahrsten Sinn des Wortes – einschneidende Veränderungen: Bisher hat die Stadt für Sichtschneisen im Schilf gesorgt und die Uferbepflanzung teils deutlich gekappt. Die Nacktbader am Ostufer stört das etwas.

Andererseits bietet der See genügend Platz. Etwa auf der Wiese im Südosten. Dort befindet sich auch der sogenannte „Rentnerhügel“. Da liegen die einheimischen Senioren. Am Nordufer, speziell der Halbinsel, böte sich Platz für Familien mit Kindern.

Allerdings gilt in Hirschau mehr noch als in Kirchentellinsfurt, dass die Frage gestellt werden muss, wie viel Publikum der See überhaupt aushält. Die Parkplatzsituation im Tübinger Teilort ist an manchen Wochenenden mittlerweile unerträglich.

12.05.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 27.05.2010 - 15:52 Uhr

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