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Genauso dynamisch

Floorball, kleines Geschwisterchen von Hockey

Man nehme eine Handteller großen Plastikhohlkörper in Kugelform, ein paar Plastikhockeyschläger und zwei Tore – diese Grundausstattung reicht, um Floorball zu spielen.

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Es sieht wie Hockey aus, ist jedoch ein wenig eigen: Floorball ist rasant und dynamisch, aber dennoch eine der wenigen Mannschaftssportarten, bei denen Frauen und Männer zusammen spielen können.

Stefan Feist (ganz links) und Alexandra Keppler streiten sich um den Ball, Torwart Christian Ritter ... Stefan Feist (ganz links) und Alexandra Keppler streiten sich um den Ball, Torwart Christian Ritter erwartet den Schuss. Bild: Sturm

Wendigkeit, Tempo und eine gute Körperkoordination sind bei diesem Sport Trumpf: „Es ist einfacher als Eishockey“ sagt Andreas Kappler. Es gibt kein Abseits und keine Checks an der Bande. Man muss weder besonders groß, noch besonders kräftig sein. Kappler fügt an, er könne als „Ü-40-Spieler“ problemlos mithalten.

Kappler, Angestellter am Tübinger Institut für Sportwissenschaften, trainiert die dem SV 03 Tübingen angeschlossenen Floorballer einmal in der Woche, mittwochs ab 18.30 in der Ballsporthalle des IfS. Der zweite Termin fiel kürzlich flach: „Wir dürfen nicht mehr in die Derendinger Kreissporthalle, weil wir dort am Hallenboden offenbar zu viele Spuren hinterlassen“, bedauert Kappler.

Floorball hieß letztes Jahr noch Uni-Hockey. Mit der Namensänderung ging eine Regeländerung einher: Die voll gepolsterten Torhüter dürfen nun keine Schläger mehr verwenden, um noch beweglicher zu sein. Christian Ritter, der etatmäßige Tübinger Torwart kauert dementsprechend auf dem Boden, um schnell nach links und rechts hechten zu können, wenn es sein muss. Zudem brüllt er ständig Kommandos in Richtung seiner fünf Vorderleute. Er muss wachsam sein, denn die gegnerische Mannschaft darf den Ball auch hinter seinem Kasten führen und passen.

Anne Brause springt über die Absperrung, sie hat sich verausgabt. „Ich bin seit einer Woche an der Uni hier und zum dritten Mal beim Training dabei. Es macht Spaß.“ Eigentlich spielt sie Hockey, da ist der Ball schwerer, dennoch sei Floorball genauso schnell und dynamisch. In den drei Mal 20 Minuten, die ein Spiel dauert, lassen sich die Spielerinnen und Spieler rund alle 90 Sekunden auswechseln, denn das Spiel ist selten unterbrochen und man läuft viel. Unterbrochen wird, wenn beispielsweise der Stock zu hoch geführt wird.

An diesem Tag lässt Kappler sein Team den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, bis ein kluger Pass eine Lücke in die gegnerische Abwehr reißt. Der Torwart hält aber. Michael Sturm

16.11.2011 - 08:30 Uhr

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