Luana, 27, stammt aus dem Nordosten Brasiliens. An Rio gefallen ihr die fantastische Atmosphäre, die Strände und – man höre und staune – die Sicherheit. Ein bedenkenswertes Beispiel dafür, dass es immer auf den Vergleich ankommt: In ihrer Herkunftsregion ist Kriminalität noch weiter verbreitet als in Rio. Doch auch dort macht man sich große Sorgen.
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Larissa, 19, erzählt: "Ich lief um zehn Uhr morgens durch einen Tunnel, als mich ein Mann überfiel. Ich händigte ihm sofort meine Wertsachen aus, doch er schlug und strangulierte mich weiter. Er war völlig auf Drogen. Erst, als andere Passanten einschritten, konnte ich mich befreien." Trotzdem liebt sie vieles an der Stadt: "Die kulturelle Vielfalt, die Natur, den riesigen Zoo".
Die berühmte Treppe "Escadaria do Selarón".Bilder: Föhr, Reiche
Das Verkehrschaos nennen viele "Cariocas" als weiteren Problempunkt. "Teilweise vergessen die Busfahrer, dass sie Fahrgäste einsammeln sollten, statt Formel 1 zu spielen – und fahren einfach an einem vorbei!", klagt Bruno, 21. Im Feierabendverkehr dagegen komme man oft stundenlang kaum voran. Geschmeidiger fortbewegen kann man sich im Sambódrome, dem Lieblingsort von Enilza, 32: Dort finden jährlich die berühmten Karnevalsparaden statt. Tanzen ist in Rio eine Leidenschaft für jedes Alter – so auch für den 59-jährigen Marcelo, der Rio für "die Samba und die schönen Frauen" liebt.
Nonnen im Straßencafé.
Rosmin, Agnet und Nimia, alle Mitte 30, sind mit ihrem Schwesternorden von Indien nach Rio gekommen. Sie schätzen die Offenheit und Herzlichkeit der "Cariocas" und wandern gerne durch den Floresta da Tijuca, den größten innerstädtischen Urwald weltweit. Was sie an der Stadt hingegen gar nicht mögen? Da fällt ihnen nur eines ein: Die freizügige Kleidung.
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