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Altingen
Aus der Luft und zu Fuß (1)

Altingen

11.10.2017

In der Beschreibung des Oberamts Herrenberg von 1855 ist über Altingen zu lesen: „Gemeinde mit 949 Einwohner. Der mittelgroße, ziemlich unregelmäßig gebaute Ort liegt am Einfluß des Schmalenbachs in die Ammer. (…) Das wiesenreiche, ziemlich breite Ammerthal, ist hier noch flach und wird von sanft ansteigenden Ackergeländen begrenzt, so daß der Ort, obgleich er theils in der Thalebene, theils an einem Gehänge derselben gebaut ist, dennoch eine beinahe ebene, ganz freie, freundliche Lage hat, die der Gesundheit gerade nicht nachtheilig sein soll; ungeachtet sich nicht selten ungünstige Nebel und Frühlingsfröste einstellen, die auf die Vegetation, namentlich auf die Obstzucht, schädlich wirken.“

Heute gehört Altingen zu Ammerbuch und ist dort mit rund 2500 Einwohnern der zweitgrößte Gemeindeteil. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde das bestehende Dorf im Nord-Osten um das Neubaugebiet Ödlesberg vergrößert. Das Ortsgebiet ist 858 Hektar groß und liegt 373 bis 551 Meter über Normalnull.

Die frühe Besiedlung belegt nicht nur die „ingen“-Endung des Namens, sondern auch ein alemannisches Gräberfeld aus dem 7. Jahrhundert im Südosten. Schriftlich erwähnt wird Altingen zum ersten Mal um 1200 in einem Kopialbuch. In der Folgezeit gab es einen Adel „von Altingen“. Die weiteren Besitzer waren die Grafen von Hohenberg, die Herren von Ehingen, die Pfalzgrafen von Tübingen sowie Österreich und Württemberg. Ab 1806 gehörte Altingen zum Oberamt Herrenberg und seit 1938 zum Kreis Tübingen. Seit 1997 bildet es zusammen mit Entringen, Breitenholz, Pfäffingen, Poltringen und Reusten die Gemeinde Ammerbuch.

In der katholischen Pfarrkirche St. Magnus (in der Bildmitte) sind spätgotische Malereien zu sehen. Besonders auffällig sind neben dem burgartig ummauerten Kirchhof der hohe Ostchorturm mit nahezu quadratischem Grundriss. Der untere Teil mit einem „Wehrgeschoss“ stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert.

Ein weiteres beeindruckendes Gebäude ist das sogenannte Schwedenhaus in der Schwedenstraße 28 (im Foto etwas links vor der Kirche). Das dreistöckige Gebäude mit dem reich verzierten Fachwerkgiebel ist um 1550 entstanden und trug früher den Namen „des Alten Schultheißen Haus“. Im 17. Jahrhundert wurde es dann nach seinem damaligen Besitzer Jakob Haar benannt, der den Beinamen „der Schwede“ hatte.

Unten links auf dem Foto aus 98 Metern Höhe sind die Gebäude der Gemeinschaftsschule Ammerbuch zu sehen, die für ihr besonderes Schulkonzept mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Rechts im Bild schließt sich das Gewerbegebiet Hagen an.

Als bekannte Altinger Persönlichkeiten führt das Internet-Nachschlagewerk Wikipedia den Ritter Berthold von Altingen (um 1393) und den Rennfahrer Roland Asch (* 12. Oktober 1950) auf. so / Bild: Sommer

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11.10.2017, 01:00 Uhr
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