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Benjamin Bachmann über die Arbeit der DLRG
Wächter am Wasser

Benjamin Bachmann über die Arbeit der DLRG

Die ehrenamtlichen Schwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) passen auf Kinder im Freibad sowie Touristen an der Nord- und Ostsee auf. Wir sprachen mit Benjamin Bachmann, stellvertretender Technischer Leiter der Ortsgruppe Tübingen, über ein ehrenamtliches Engagement an Sprungbrettern und Badestränden.

24.08.2016

TAGBLATT ANZEIGER: Sommerzeit ist Badezeit. Da ist die DLRG bestimmt stark gefordert.

Benjamin Bachmann: In den Sommermonaten werden unsere aktiven Mitglieder zu Wachgängen im Tübinger Freibad eingeteilt. Es gibt für Wochenenden und Feiertage einen festen Wachplan im Zwei-Schicht-System: Die erste Schicht dauert von 10 bis 14 Uhr und die zweite von 14 bis 18 Uhr. Vergangenes Jahr erbrachten 15 Wachgänger insgesamt 292 Wachstunden. Im Jahr zuvor waren es sogar 397 Stunden. Neuerdings unterstützen wir auch den Badebetrieb im Entringer Freibad. Jeden Sommer verbringen zwischen zehn und 15 unserer Mitglieder zudem einen Teil ihres Sommerurlaubs als Strandwachen an der Nord- und Ostsee. Ich war dieses Jahr bereits zum zehnten Mal auf Fehmarn.

Und wer kümmert sich um die Baggerseen in Hirschau und Kirchentellinfsfurt sowie den Neckar?

Mitglieder unserer Ortsgruppe unterstützen auch die Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb der DLRG, die im Einsatzfall für diese Gewässer zuständig ist. Diese Gruppe ist beispielsweise beim Stocherkahnrennen, dem Tübinger Citytriathlon und dem Neckarfest in Rottenburg sowie bei Hochwasserkatastrophen in der Region im Einsatz.

Wie werden die Rettungsschwimmer auf ihre Einsätze vorbereitet?

Neben einem Erste-Hilfe-Kurs legen sie eine theoretische und praktische Prüfung zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Silber oder Gold ab. Dabei absolvieren die Teilnehmer an zehn Abenden jeweils eineinhalb Stunden beispielsweise Schwimm- und Tauchübungen. Dafür nutzen wir das Freibad sowie die beiden Tübinger Hallenbäder. Diese Kurse werden alle zwei Jahre aufgefrischt. Zudem können unsere Mitglieder auch eine Ausbildung zum Sanitäter und Strömungsretter sowie einen Bootsführerschein machen.

Durch welches Fehlverhalten bringen Menschen sich selbst und andere im Wasser in Gefahr?

Im Freibad müssen wir meistens eingreifen, wenn kleine Kinder, die noch gar nicht schwimmen können, von ihren Eltern nicht ausreichend beaufsichtigt werden. Oder wenn sich Badegäste am Sprungbrett oder auf der Wasserrutsche rücksichtslos verhalten. Riskante Sprünge, etwa von einem Steg, führen an der Küste häufig zu Verletzungen. Das Baden während eines Gewitters ist ein gefährlicher Leichtsinn. An den norddeutschen Stränden beobachten wir oft, dass sich Schwimmer überschätzen und die markierten Badezonen verlassen. Gleichzeitig werden Winde und Strömungen unterschätzt. Dann müssen wir Menschen retten, die mit der Luftmatratze oder dem Schlauchboot auf das offene Meer treiben. Aufgrund der Gezeiten können gerade in der Nordsee gefährliche Strömungen entstehen.

Freuen Sie sich über neue Mitglieder?

Auf jeden Fall! Unsere Ortsgruppe hat zwar fast 500 Mitglieder. Doch davon sind längst nicht alle aktiv. Wir suchen vor allem noch engagierte Mitglieder im Alter zwischen 16 und 25 Jahren.Fragen von Stefan Zibulla

www.tuebingen.dlrg.de

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24.08.2016, 01:00 Uhr
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