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Das Tierheim-Tier: Marderbub Bruno
Fit mit Hundefutter und verquirltem Ei

Das Tierheim-Tier: Marderbub Bruno

17.05.2017

Tübingen. Vor einer Woche erhielt der Leiter des Tübinger Tierheims Felix Wagner den Anruf einer Passantin, dass sich in einer Brandschutzlücke zwischen dem Pfleghof und einem Nachbargebäude ein junger Steinmarder recht auffällig verhalte. Er renne permanent zwischen der Lücke und der Straße hin und her und sei offensichtlich auf der Suche nach seiner „Kinderstube“.

Als Wagner dann eintraf, hatte bereits eine andere Passantin das Jungtier problemlos mit der Hand eingefangen und in einen Karton gesteckt. Offensichtlich war der kleine Marder Menschen gewohnt, was an eine private Aufzucht denken lässt. Die Suche nach der Herkunft blieb jedoch ergebnislos. Daher brachte Wagner das ungefähr zehn Wochen alte Tier zu der mit dem Aufpäppeln von jungen Wildtieren erfahrenen Tierschützerin Agnes Graf.

Dort wird er nun in den nächsten sechs bis sieben Wochen mit Hundefutter und verquirltem Ei fit gemacht. Wenn alles gut geht, wird er anschließend trotz des vorhandenen Futterangebots immer häufiger selbstständig auf Beutefang gehen. Üblicherweise verlässt ein junger Steinmarder ungefähr ab der 23. Woche den Familienverband und sucht sich ein eigenes Revier, meist in der näheren Umgebung. Und das wäre in diesem Fall ein nahe gelegener Bauernhof am Waldrand.

Text und Bild: Erich Sommer

Info: Der Steinmarder oder Hausmarder gehört zur Familie der hundeartigen Raubtiere und ist mit Otter, Dachs, Nerz und Wiesel verwandt. Das Verhältnis zum Menschen ist ein gespaltenes: Zum einen vertilgen Marder Schädlinge wie Mäuse und Ratten, zum anderen richten sie als sogenannte Automarder Schäden an Kabel, Schläuchen und Dämmmaterial von Fahrzeugen an.

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17.05.2017, 01:00 Uhr
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