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Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Neuverfilmung eines Hollywoodklassikers um einen Tagträumer (Ben Stiller), der den Abenteurer in sich entdeckt.

Jetzt im Kino: Mr. Durchschnitt entdeckt den Draufgänger in sich - Ben Stiller ist "Walter Mitty"

Jetzt im Kino: Mr. Durchschnitt entdeckt den Draufgänger in sich - Ben Stiller ist "Walter Mitty" --

03:05 min

The Secret Life of Walter Mitty
USA

Regie: Ben Stiller
Mit: Ben Stiller, Kristen Wiig, Shirley MacLaine

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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30.12.2013
  • von Klaus-Peter Eichele

Als das stolze Life Magazine zur personalarmen Online-Klitsche geschrumpft werden soll, lässt der Angestellte Walter Mitty (Ben Stiller) seinem Zorn die Zügel schießen: Vor versammelten Kollegen macht er den arroganten Jungschnösel von Sanierer zur Minna. Leider oder zum Glück ist Walter so mutig nur in seinen Tagträumen. In Wirklichkeit ist der Leiter des Fotoarchivs ein unscheinbares Heimchen – so verklemmt und entscheidungsschwach, dass er stundenlang abwägt, ob er seine heimlich verehrte Kollegin (Kristen Wiig) übers Internet anstupsen soll. Zwar rettet er in letzter Sekunde deren kranken Hund aus einem flammenden Inferno – aber das ist natürlich nur wieder eine Ausgeburt seiner blühenden Fantasie.

Mister Durchschnitt wächst über sich hinaus

Doch dann ergibt sich aus heiterem Himmel eine echte Bewährungsprobe für die graue Archivmaus. Weil das brillante Bild, das die letzte Printausgabe der Zeitschrift zieren soll, spurlos verschwunden ist, muss Walter bei dem Starfotografen (Sean Penn) vorstellig werden – und der weilt gerade auf Recherche jenseits des Polarkreises. So verlässt die Mimose widerwillig ihr geliebtes Kellerloch in Richtung Grönland – und das ist nur der Auftakt einer abenteuerlichen Odyssee um die halbe Welt.

Stiller, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet, hat die 75 Jahre alte (und erstmals 1947 mit Danny Kaye verfilmte) Erzählung von James Thurber gekonnt modernisiert. Die hinzuerfundenen Sequenzen aus der von Massenentlassung bedrohten Life-Redaktion haben eine sozialsatirische Qualität, wie man sie in Hollywoodfilmen selten antrifft. Aber auch der romantische Part der Geschichte ist im Rahmen der Genre-Konvention überdurchschnittlich glaubhaft. Zu guter Letzt bleibt die ironisch verschnörkelte Action auf der Schnitzeljagd vom Eismeer zum Himalaya auf gebührendem Abstand zur Digitaleffekt-Massenware – besonders nachdrücklich bei Mittys Schussfahrt auf dem Skateboard durch die grandiose Vulkanlandschaft Islands.

Graue Maus hetzt atemlos durch Abenteuer, Romanze und Sozialsatire. Sehr charmant.

Spielplan

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30.12.2013, 12:00 Uhr | geändert: 25.06.2014, 12:00 Uhr
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03.01.2014

12:00 Uhr

Elli Emann schrieb:

Der Film ist für mich ein typisch amerikanischer "Märchenfilm". Die Landschaftsaufnahmen sind grandios, aber ansonsten ist absolut absehbar, wie und wo das Ganze endet: mit einem Happy-End für die Hauptfigur ! Den Hype um den Streifen verstehe ich persönlich nicht.



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