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Damit nichts passiert

Den Blutzucker korrekt messen

Viele Diabetiker müssen mehrfach täglich ihren Blutzucker messen, um zu erfahren, wie es um ihre Blutzuckerwerte steht. Doch bei vielen frisch eingestellten Diabetikern, die erst seit kurzem 
Insulin spritzen, herrscht viel Verunsicherung darüber, auf welche Weise und wie häufig sie ihren Blutzuckerwert bestimmen sollten und welche Faktoren solch eine Messung beeinflussen können.

07.11.2016
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Wann und wie häufig sollte gemessen werden?


Eine grundsätzliche Antwort darauf, wie oft am Tag eine Blutzuckermessung durchgeführt werden
 sollte, gibt es nicht. Unterschieden werden muss dabei vor allem, ob im Rahmen der Erkrankung
 Insulin gespritzt werden muss oder nicht. Typ 1 Diabetiker oder Typ 2 Diabetiker, die sich Insulin spritzen
müssen, sollten ihren Blutzuckerwert mindestens vier mal täglich bestimmen.

Sinnvoll ist es, die Messung vor dem Essen vorzunehmen, da nur so die Blutzucker - Zielwerte
zuverlässig berechnet werden können
. Bei Unsicherheiten darüber, wie
viel BE die gegessene Nahrung wirklich hatte (Restaurantbesuch), kann auch ein Messen nach dem Essen sinnvoll sein.

Wer sich krank fühlt, Unter- oder Überzuckerungssymptome zeigt oder viel Sport
treibt, sollte unbedingt zusätzliche Blutzuckermessungen durchführen. Auch bei anstrengenden 
Reisen oder in emotionalen Ausnahmesituationen kann eine zusätzliche Messung nötig sein.
Typ 2 Diabetiker, die lediglich auf orale Antidiabtika angewiesen sind, müssen hingegen weniger häufig messen.

Wie läuft eine typische Messung ab?


Bevor mit der Messung begonnen werden kann, sollten zunächst die Hände gründlich gewaschen
 werden, um etwaige Verunreinigungen zu vermeiden. Anschließend empfiehlt sich aus hygienischen Gründen ein Austausch der Lanzette, mit der nach der 
Einstellung der richtigen Stichtiefe, ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze entnommen wird.

Die
s eitliche Fingerspitze ist ideal dafür, einen Bluttropfen zu entnehmen, da sich dort dicht
verzweigte Blutgefäße befinden und die Schmerzempfindlichkeit weniger hoch ist. Wer mit dieser Messstelle nicht
 zurecht kommt, kann alternativ am Unterarm oder am Handballen Blut entnehmen.


In einem nächsten Schritt wird der Finger mit dem Tropfen Blut dicht an das Messgerät gehalten,
damit das Blut von im Testgerät befindlichen Streifen aufgesaugt werden kann. Nachdem das Ergebnis
angezeigt wurde, ist es ratsam, es zu notieren.

Wodurch kann eine Blutzuckermessung beeinflusst werden?

Die häufigste Ursache dafür, dass die Blutzuckermessung nicht das korrekte Ergebnis anzeigt, sind Verunreinigungen, die durch vergessenes Hände waschen verursacht werden können. Ein Grund für ein fehlerhaftes Messergebnis kann außerdem ein beschädigter oder verschmutzter Teststreifen sein, der nicht in der Originalverpackung aufbewahrt wurde. Unabhängig von der Aufnahme an Kohlenhydraten können sich auch Stress und innere Unruhe auf das Messergebnis auswirken.

Wie sind die Messwerte zu interpretieren?

Bei Blutzuckerwerten wird zwischen dem sogenannten Langzeitblutzucker HbA1c und dem aktuellen Blutzuckerwert in Milligramm pro Deziliter oder Millimol pro Liter angegeben. Der Wert des 
Langzeitblutzuckers wird in regelmäßigen Abständen vom behandelnden Arzt bestimmt, während der 
Betroffene selbst mehrmals täglich den aktuellen Blutzuckerwert misst.
 Die DDG, die Deutsche Diabetes Gesellschaft, hält für Typ 1 Diabetiker im nüchternen Zustand
einen Blutzuckerwert von 80 - 140 mg/dl und für Typ 2 Diabetiker einen Blutzuckerwert von 90 - 120
mg/dl für ideal.
 Die Diabetestherapie hat den Zweck, diesem Verlauf so nahe wie möglich zu kommen und gefährliche Unterzuckerwerte unter 50 mg/dl und zu hohe Zuckerwerte über 140 mg/dl bzw. 180 mg/dl zu vermeiden.

Welche Messgeräte sind gibt es?


Die meisten Diabetiker verwenden zur Überprüfung ihrer Blutzuckerwerte eines der klassischen Messgeräte, bei dem durch einen Stich mit einer kleinen Nadel, Blut auf einen Teststreifen aufgebracht wird. Verschiedene Lösungsansätze sollen zudem die Messung ohne Stechen ermöglichen. Alternativ gibt es noch einen Ohr-Clip, mit dem durch Ultraschall, Wärme und elektrische Leitfähigkeit, der Blutzuckerspiegel bestimmt werden soll. Auch die Messung via eines Biosensors, bei dem die Blutzuckerwertbestimmung durch Tränenflüssigkeit oder Schweiß bestimmt wird, stellt einen neuen vielversprechenden Ansatz dar. Allerdings sind diese Methoden noch nicht ganz ausgereift und befinden sich noch in der Entwicklung. Das Gleiche gilt für:

• die Zuckeruhr


• einen Sensor im Auge des Patienten

• fluoreszierende Moleküle

Eine andere Methode, um den Blutzuckerwert von Insulin pflichtigen Diabetikern ständig im Auge zu behalten, ist die Insulinpumpe. Sie bestimmt in regelmäßigen Abständen den Blutzuckerwert und führt, wenn nötig, Insulin zu.

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07.11.2016, 11:52 Uhr
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