Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Der Imker

Der Imker

Berührendes Porträt eines kurdischen Bienenzüchters, der nach seiner Flucht in die Schweiz in der Liebe zu den Insekten Trost findet.

Jetzt im Kino: Er hat alles verloren, nur nicht die Liebe zu den Bienen - "Der Imker"

Jetzt im Kino: Er hat alles verloren, nur nicht die Liebe zu den Bienen - "Der Imker" --

02:23 min

Schweiz

Regie: Mano Khalil
Mit: Ibrahim Gezer, Anita Wyrsch-Gwerder, Max Wyrsch

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
27.01.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Furchtlos fasst der ältere Herr mit bloßer Hand ins Gewimmel auf der Wabe, lässt die Insekten zu Dutzenden über seinen Finger krabbeln. Und wenn sie doch mal stechen? „Das ist gut gegen Rheuma“, lacht Ibrahim Gezer. Bienen sind das Lebenselixier des Flüchtlings aus Kurdistan, seine „süße Krankheit“, wie er sagt.

Sein Großvater hatte einst ein Schaf gegen zwei Bienenvölker getauscht; für den Enkel wurde der Nebenerwerb zur Leidenschaft, die ihm und seiner Familie bescheidenen Wohlstand einbrachte. Doch das ist nur die eine Schicksals-Seite. Auf der anderen, dunklen, wurde Gezer von der türkischen Armee als vermeintlicher Guerilla-Sympathisant aus seinem Heim vertrieben. Sieben Jahre lang versteckte er sich in den Bergen, mehrere Kinder starben, seine Frau beging aus Verzweiflung Selbstmord. In der Schweiz fand er schließlich Zuflucht – für seinen Trost und Halt, die Bienen, hat man dort allerdings kein Verständnis. Statt Gezer als Imker seinen Lebensunterhalt verdienen zu lassen, steckten ihn die Behörden zwecks Integration in eine Behindertenwerkstatt.

Regisseur Mano Khalil benötigt für sein berührendes Porträt dieses kaum der deutschen Sprache mächtigen Mannes nicht viel mehr als den Protagonisten selbst. Genau genommen reicht sein Gesicht, in das sich die furchtbaren Erlebnisse eingegraben haben, das aber auch schiere Glückseligkeit offenbart, wenn er mit seinen geflügelten Freunden zusammen ist und über ihr Eigenarten philosophiert.

Aus der verständlichen Liebe des Regisseurs zu seinem Helden resultiert allerdings eine gewisse Weitschweifigkeit. Man muss nicht elend lang der Trauerfeier für seinen gefallenen Sohn und der Hochzeit seiner Tochter beigewohnt haben, um diesen eindrucksvollen Menschen ins Herz zu schließen.

Leicht längliches Porträt eines Flüchtlings, der aus der Liebe zu Bienen Lebensmut schöpft.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

27.01.2014, 12:00 Uhr | geändert: 12.03.2014, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
Anzeige
GelesenNeueste Artikel

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-0
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934166
wip@tagblatt.de

Zum Kontaktformular
Single des Tages
date-click