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Die Reutlinger Band Mr. Five kreiert ihr eigenes Musikgenre „Indie-Soul“
Hier sind vier von fünf Herren im mittleren Alter (von links nach rechts): Joachim Fritz, Frank Höwner, Sven von Erding und Dieter Georgi, Bassist Alex Hess fehlt auf dem Bild. Bild: Jürgen Spieß
Weniger ist mehr

Die Reutlinger Band Mr. Five kreiert ihr eigenes Musikgenre „Indie-Soul“

Ihre Musik verlangt nach Atmosphäre und Nähe zum Zuhörer: Mr. Five, das sind fünf Herren im mittleren Alter, die Musik für anspruchsvolle Ohren machen. Der Spaß kommt bei der Reutlinger Gruppe trotzdem nicht zu kurz.

11.10.2017

Wer sich vor lauter gecasteten Popstars und aufstrebenden Gangsta-Rappern fragt, ob es auch noch echte Bands gibt, dem sei gesagt: Jawohl! Die fünfköpfige Band Mr. Five zum Beispiel. Die machen Musik – und auch noch ihre eigene –, die sie selbst als „Indie-Soul“ bezeichnen, weil es Spaß macht. Wir waren für einen Ortstermin bei ihnen im Probenraum.

Musik, die abgehoben, introvertiert oder sich selbst verpflichtet sein will, ist nicht unbedingt ihr Ding. Mr. Five wollen mehr – und sie bieten mehr: Anspruchsvollen Indie-Soul von melancholisch-nachdenklich bis zu fetzig und rockig reicht ihre musikalische Bandbreite. Mit einer Mischung aus homogenen Klangbildern und eingängigem Akustiksound kreieren sie eine raffinierte Mischung verschiedenster Stilrichtungen. Gerne lassen sie auch mal ihre Songs die Richtung ändern, um im richtigen Moment wieder zielgenau auf den Punkt zu kommen. Passend dazu könnte ihr Bandmotto lauten: Der Kopf ist rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können.

Oder auch: Weniger ist mehr. Denn Mr. Five haben sich dafür entschieden, ihre Musik „akustisch zu präsentieren“, so Drummer Frank Höwner. Der akustische Zugriff spielt eine wichtige Rolle, das hört man sofort. Auch der Spaß an der Sache ist Sänger Sven von Erding (39 Jahre), Gitarrist Dieter Georgi (57), Pianist und Keyboarder Joachim Fritz (53), Bassist Alex Hess (49) und Drummer Frank Höwner (50) wichtig. Da glaubt man Sänger Sven aufs Wort, wenn er sagt: „Musik zu machen, das macht immer Spaß. Egal ob man vor zehn Leuten spielt oder vor hundert.“ Beides haben Mr. Five in ihrer Bandgeschichte seit der Gründung vor rund 13 Jahren schon erlebt. Angefangen hat alles im Schwarzen Café in Reutlingen. Dort traf der noch nicht lange in der Achalmstadt lebende Sven von Erding auf den Bassisten Alex Hess und auf Drummer Frank Höwner. Sven suchte Mitmusiker und die Idee, sich zu einer Band zusammenzutun, stieß auf offene Ohren.

Bald darauf kamen Pianist Joachim Fritz und der ehemalige Gitarrist Marco Astfalk dazu und „Mr. Five“ waren geboren. Während Sänger und Songwriter Sven, der auch für die englischsprachigen Texte verantwortlich ist, fast überall – von Funk und Soul bis zu Hardrock und Balladeskem – zuhause ist, lieben Frank und Alex „die Extravaganz im Deutschrock der 80er-Jahre“ und Gitarrist Dieter Georgi ist für den Picking- und Akustiksound und die Wohlfühlklänge zuständig. Dagegen kommt Pianist Joachim Fritz aus der Jazzecke und sorgt für den Swing in der Musik. Dazu Sven von Erding: „Wir wollten uns nie auf eine bestimmte Musikrichtung beschränken, sondern versuchen, möglichst viele Einflüsse mit einzubringen.“ Soll heißen: die Fünf kommen musikalisch aus ganz unterschiedlichen Ecken und diese Vielfalt sollte sich im Mr.-Five-Sound auch niederschlagen.

Ein Promo-Album, das nur online anzuhören ist, haben Mr. Five bereits aufgenommen. Anfang nächsten Jahres soll der erste Longplayer folgen. Fast jedem Stück merkt man an, dass es nicht allein im Kopf ausgetüftelt, sondern aus den gemeinsamen Jams heraus entwickelt wurde. Die Eigenkompositionen klingen ausgereift und abwechslungsreich. Die auf Englisch gesungenen Texte untermauern Erdings vier Begleiter mit mal kompromisslosen, mal spielerischen Rhythmen. Vor allem die Liveauftritte der Reutlinger Band sind vom Feinsten, es gibt Mitsing-Stücke, ausgefuchste Gitarrensoli und viele ruhige, anspruchsvolle Songs zu hören.

Gibt es Pläne für die Zukunft? „Nächstes oder spätestens übernächstes Jahr ist eine Tournee geplant, am liebsten soll sie uns auch nach Irland führen“, so Sänger Sven von Erding: „Aber erstmal nehmen wir unser erstes Album auf.“

Jürgen Spieß

Mr. Five spielen am Freitag, 13. Oktober, um 20 Uhr bei Frau Hopf im Schlosscafé in Tübingen, Burgsteige.

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11.10.2017, 01:00 Uhr
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