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Don Jon

Don Jon

In seinem Regiedebüt nimmt Joseph Gordon-Levitt die Vertreter einer auf Party, Fitness und (virtuellen) Sex fixierten Jugendkultur aufs Korn.

Jetzt im Kino: Porno-süchtig mit Model-Body - "Don Jon"

Jetzt im Kino: Porno-süchtig mit Model-Body - "Don Jon" --

02:08 min

USA

Regie: Joseph Gordon-Levitt
Mit: Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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12.11.2013
  • von Klaus-Peter Eichele

Mit seinem blendenden Aussehen, seinem im Fitness-Studio gehärteten Model-Body und seinem Flirt-Vermögen wickelt Jon Martello jedes Superweib um den kleinen Finger. Im Bett angekommen, ist dann allerdings Schluss mit lustig, denn Don Jon, wie ihn seine Freunde nennen, findet echten Sex ziemlich öde - zumindest im Vergleich mit den einschlägigen Freuden, die das Internet bietet. Während die Online-Pornos jede noch so schräge Sex-Fantasie bedienen, und das in höchster Perfektion, machen reale Frauen ja schon wegen eines simplen Blowjobs Zicken. So kommt es, dass Jon ganze Nächte masturbierend vor dem Monitor verbringt.

Das Regie-Debüt des Hollywood-Stars Joseph Gordon-Levitt ("Inception"), der auch die Hauptrolle spielt, ist einer der ersten Filme, der sich mit Internetsexsucht befasst. Allein in Deutschland sollen 400000 Menschen, fast durchweg Männer, davon betroffen sein. Da sich "Don Jon" ans große Publikum wendet, wird die Sache aber nicht über Gebühr problematisiert, der Rahmen ist vielmehr die Turbo-Version einer romantischen Komödie. Zunächst verliebt sich Jon in eine Traumfrau (Scarlett Johansson), die sich aber, nicht nur wegen ihres schieren Ekels vor seiner heimlichen Leidenschaft, als inkompatibel erweist.

Ganz anders die 20 Jahre ältere Hippie-Dame Esther (Julianne Moore), die ihn gleich bei der zweiten Begegnung mit einem dänischen Pornoklassiker überrascht (und massiv irritiert). Vor allem aber gelingt es ihr kraft Einfühlungsvermögen, dass der Instantsex-Junkie die Ursachen und Folgen seiner Sucht reflektiert - und damit den Weg frei macht in eine erfüllte Liebesbeziehung. Bis dahin konnte sich Jon mit keiner Frau unterhalten, ohne sie zur Pornoqueen zu imaginieren.

In diesen Passagen ist der Film etwas arg didaktisch geraten, macht dies aber durch immensen und oft verblüffend galligen Witz wieder wett. Insbesondere die Kunst des Running Gags treibt Gordon-Levitt in zuletzt selten erlebte Höhen - in einem davon meldet Jon allwöchentlich dem Pastor den Pegelstand seiner Sünden. Für einmal echte Ekstase hagelt es übrigens doppelt so viele Vaterunser wie für 20 mal zwanghaftes Onanieren.

Hippie-Frau kuriert Fitness-Macho von seiner Pornosucht - und das auf die witzige Tour.

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12.11.2013, 12:00 Uhr | geändert: 04.12.2013, 12:00 Uhr
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