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Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Politthtriller über die Geschichte der Enthüllungsplattform und ihres charismatischen Gründers Julian Assange.

Jetzt im Kino: Aus Hackern werden Staatsfeinde der USA - "Inside Wikileaks"

Jetzt im Kino: Aus Hackern werden Staatsfeinde der USA - "Inside Wikileaks" --

02:21 min

The Fifth Estate
USA

Regie: Bill Condon
Mit: Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl, Anthony Mackie

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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28.10.2013
  • von Klaus-Peter Eichele

Ein Film über Edward Snowden wäre jetzt natürlich der Knaller. Stattdessen gibt’s nochmals Julian Assange, der samt seiner Enthüllungs-Plattform Wikileaks erst vor Kurzem in dem Dokumentarfilm „We Steal Secrets“ gründlich durchleuchtet wurde. Mit inhaltlichem Neuem kann der Spielfilm von Bill Condon („Breaking Dawn“) nicht aufwarten. Und obwohl er sich erzählerisch am klassischen Politthriller orientiert, gelingt es ihm noch nicht einmal, die Geschichte spannend zu verpacken.

Zeitlich erstreckt sich der Film von Wikileaks‘ Geburtsstunde in obskuren Hackerzirkeln bis zur spektakulären Aufdeckung amerikanischer Kriegsverbrechen in Afghanistan im Verbund mit Traditionsmedien wie dem britischen „Guardian“. Die davon provozierten Gegenschläge der US-Regierung markieren zugleich das Ende der Erfolgsgeschichte. Statt sich in diesem Rahmen ein filmisch effektives Thema zu suchen, erzählt der Regisseur von allem ein bisschen und nichts richtig. Im ersten Teil hangelt sich der Film mit hektischen Schauplatzwechseln von Enthüllung zu Enthüllung, wobei die jeweiligen Hintergründe völlig verschwommen bleiben. Die parallel entfaltete Beziehung des schillernden Assange (Benedict „Sherlock“ Cumberbatch) zu seinem braven deutschen Knappen Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) hat in ihrem dramatischen Kern kaum Fernsehspiel-Format. Die Versuche, den Charakter des Australiers auszuloten, erschöpfen sich in Küchenpsychologie, während die politische Idee hinter Wikileaks auf schlappe Parolen reduziert wird.

In seiner Interpretation folgt der Film im Großen und Ganzen der vorherrschenden Meinung, dass die Idee gut war, aber leider einem sozial inkompetenten und am Ende skrupellos seine Machtfantasien austobenden Egomanen in die Hände gefallen ist. Mag ja stimmen, muss man aber nicht nochmals hören und sehen.

Was Sie über Wikileaks schon immer wussten – flott, aber ohne Fokus aufbereitet.

Spielplan

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28.10.2013, 12:00 Uhr | geändert: 13.11.2013, 12:00 Uhr
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