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Stolperstein Muttersein

Mindesteigenbeitrag und Nachzahlungen bei Riester-Verträgen sind jetzt Gesetz

Ab diesem Jahr muss für jeden Riester-Vertrag ein Mindesteigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr gezahlt werden, um die staatlichen Zulagen und eventuell Steuervorteile zu bekommen. Den gesetzlichen Regelungen dazu hat der Bundesrat Ende November 2011 zugestimmt. Bisher galt dieser Mindestbetrag nur für die so genannten direkt oder unmittelbar Förderberechtigten, die unter anderem rentenpflichtversichert sein müssen. „Mittelbar“ Förderberechtigte wie Hausfrauen, Selbstständige oder Studenten konnten über ihren riesternden Ehegatten einen Zulagen-Vertrag abschließen, ohne selbst Beiträge zahlen zu müssen.

12.01.2012

In dieser Regelung verbarg sich allerdings ein Fallstrick, über den viele Riester-Sparer in der Vergangenheit gestolpert sind. Denn: Änderten sich die familiären Verhältnisse, änderten sich unter Umständen auch die Zulagen-Bedingungen. So gilt für nicht berufstätige Ehefrauen bei Geburt eines Kindes automatisch die Rentenversicherungspflicht. Dadurch wäre der Mindesteigenbeitrag zu entrichten gewesen. Auch Studenten oder Selbstständige hätten dies tun müssen, wenn sie in ein Angestelltenverhältnis wechselten. Weil viele darüber nicht informiert waren, zahlten sie weiterhin nichts ein und sahen sich plötzlich mit der Rückbuchung der staatlichen Zulagen konfrontiert. Mit der neuen Festlegung – Mindesteigenbeitrag für alle – soll dies künftig ausgeschlossen werden.

In diesem Zusammenhang regelte der Gesetzgeber auch die Nachzahlungsmöglichkeit von Beiträgen. Danach können Fehlsummen in Riester-Verträgen bis einschließlich Beitragsjahr 2011 beglichen und Zulagenverluste rückgängig gemacht werden. Wichtig ist, dass mindestens die 60 Euro pro Jahr beziehungsweise vier Prozent des Vorjahresbrutto-Einkommens in den Vertrag fließen. Nur dann besteht Anspruch auf die maximale Förderung. Der Sparer muss seinem Riester-Anbieter schriftlich mitteilen, für welches Jahr und in welcher Höhe die Nachzahlung erfolgt. Das Unternehmen regelt dann alles Weitere mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen. Inhaber von Riester-Verträgen werden bis 31. Juli 2012 von ihrem Anbieter über die Änderungen beim Mindesteigenbeitrag informiert. PR

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12.01.2012, 12:00 Uhr
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