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Textil- und Fitnesstrends im Bereich „Figurforming“
Das Training mit dem eigenen Körpergewicht: Bodyweight liegt im Trend und kann auch noch im Urlaub am Strand für unkomplizierte Figurformung sorgen. / © Maridav – fotolia.com (#94537485)
Den eigenen Figurtypen in Form halten

Textil- und Fitnesstrends im Bereich „Figurforming“

Der Urlaub ist schon geplant und mit der neuen Sonnenliege für den Garten wird bereits geliebäugelt – doch ist der Body schon sommerfit? Der Beginn der zweiten vollen Jahreszeit des Jahres 2016 steht in den Startlöchern und Sportstudios haben wohl bereits wieder neue Mitglieder für sich gewinnen können. Aber neben bestimmten Fitness-Trends, die auch Zuhause mit Trampolin oder Hula-Hoop- Reifen erfolgen können, gibt es moderne textile Former, die den eigenen Figurtyp unter dem Sommerkleid optisch in Form kaschieren.

02.06.2016
  • Ronny Melzer

Die weiblich-anatomischen Voraussetzungen für das Body-Forming

Um gegen möglicherweise ungewollte Pölsterchen anzukämpfen, oder die eigene Form einfach nur ein wenig zu festigen und zu straffen, ist der eigene Figurtyp von Entscheidung. Denn so können formende Elemente wie spezielle Kleidungsstücke oder das Fitnessprogramm gezielt zum Einsatz kommen und bewirken schlussendlich den gewünschten Effekt. Bevor sich an die Körperformung oder Körperdefinierung begeben wird, wird der Körper meist ausführlich betrachtet: „Meine Oberschenkel sind zu breit.“, „Mein Bauch ist zu rund.“ Jedoch sind gewisse weibliche Rundungen – sozusagen von Natur aus – unterschiedlich angelegt und lassen sich in verschiedene Figurtypen kategorisieren. Unterschieden wird meist zwischen den Formen A, V, O, H und X. Während die A-typische Figur zur Hüfte hin breiter wird – schmale Schultern und ausgeprägte Taille – verläuft die V-Körperform mit eher breitem Oberkörper und zierlicher Taille konträr zum A-Typ. Dagegen kennzeichnet den O-Typ eine ausgeprägte Körpermitte mit schmalen Beinen und den H-Typ eine überwiegend gradlinige Form. Folgende Übersicht stellt die weiblichen Körperformen grafisch dar und beschreibt wie diese bereits mit speziellen Kleidungsstücken in Form gebracht, betont oder kaschiert werden können. So sollte der A-Typ zum Beispiel Hosen mit einem graden Schnitt anziehen und bei ausgeschnittenen Tops Modelle mit Rundhals wählen, während der leicht taillierte X-Typ auf den Bootcut-Schnitt sowie Oberteile mit V-Ausschnitt setzen sollte. Abgesehen von bestimmten Kleidungsschnitten und Accessoires kann jeder Figurtyp bei der textilen und rein optischen Körperformung Shapewear nutzen, die schon längst nicht mehr den mittlerweile wirklich klischeehaften Vorstellungen von altbackener Formunterwäsche im Miederhosenstil entspricht.

 

Textiles Shaping: Figurschmeichler für die alltägliche Körperformung

Shapewear kann die passende Kleidung für den Figurtyp noch unterstützen und die eigene Form sozusagen von „unten drunter“ zusätzlich formen beziehungsweise auf neudeutsch shapen. Die Auswahl der Textilformer beschränkt sich schon längst nicht mehr nur ausschließlich auf spezielle Höschen. Shapewear kann sich verschiedenen Kleidungsstücken und ihren Schnitten anpassen und gehört zur modernen und stilbewussten Mode dazu. Unter einem eng anliegenden Kleid oder einem Basic-Teil wie dem Pencil-Skirt, eignet sich zum Beispiel ein Body, der den Oberkörper bis hin zur Taille in Form bringt. Nicht zuletzt haben die formenden Stücke, über die ungern öffentlich gesprochen wurde, durch zunehmende Popularität in der Promiwelt, die heute offen zugibt, auf dem roten Teppich auf formende Wäsche zu setzen, einen modernen Anstrich erhalten. So greifen auch zierliche Frauen oft zur „Mogel-Wäsche“, damit sich vermeintliche Polster unter dem enganliegenden Sommerkleid nicht durchdrücken. Denn je nach Körperfülle, kann der Grad der Unterstützung bereits bei der Wahl der Shapewear-Stärke bestimmt werden, die je nach Hersteller variieren können. So bringt zwar die höchste Stärke oft den besten Effekt mit sich, aber kann durch ihr dickeres und festeres Material dazu führen, dass es darunter gerade bei sommerlichen Temperaturen zu unangenehmer Wärmeentwicklung kommt.

Modernes Shapen – Möglichkeiten der Figurformung von außen:

Unterkleider und Bodies:

Schmale Shape-Kleider und Bodies eignen sich für das Tragen unter enganliegenden Kleidern und Oberteilen. Sie formen den Oberkörper (Brust und Bauch) und unterstützen die Rückenpartie.

Slips, Panties und Radlerhosen

Die Shapewear-Unterhosen gibt es in der „normalen“ Slip-, der String-, der Pantie- oder der bis über das Knie reichenden Radlerform. Diese eignen sich zur Formung unter engen Röcken oder auch der Röhrenjeans. Sie umschmeicheln die Formen des Pos und sorgen je nach Schnitthöhe für einen „flachen“ Bauch und je nach Schnitttiefe für die Formung der Oberschenkel.

 

Einige Modellvarianten gibt es mit Spitzeneinsatz oder sogar einem integrierten BH. Die Farben beschränken sich im Fachhandel in der Regel auf die Üblichen Verdächtigen, die auch unter den T-Shirt-BHs zu finden sind und bei denen keine große Gefahr besteht, dass diese unter leichter Sommerkleidung durchscheinen. Gängige Farben sind Beige, Weiß und Schwarz.

 

Leggings und Strumpfhosen

Für  kühlere Sommertage oder den herbstlichen Style, gibt es formende Leggings und Strumpfhosen, die meist am Po- und Bauchbereich eine Verstärkung eingearbeitet haben, die shaped.

 

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, ist für die Shapewear die eigene Kleidergröße zu wählen. Denn eine Nummer kleiner verspricht keine bessere Formung – im Gegenteil sie kann bei längerem Tragen unangenehm einschneiden. Ein zu großer Body kann dagegen zu unschönem Faltenwurf führen, der sich unter dem engen Sommerkleid abzeichnet.

Fitness-Shaping: Effektive und nachhaltige Ganzkörperformung

Wenn es dann im Sommerurlaub an den Strand oder in das Freibad geht, ist die Shapewear spätestens beim Sonnen und Baden störend. So sollte vorab auch auf ein formendes Fitnessprogramm gesetzt werden. Diese kann je nach Figurtyp unterschiedlich ausfallen, denn einige Übungen sorgen für die Formung von Taille und Bauch und andere wiederum für definierte Oberschenkel. Doch welche Fitnesstrends gibt es auf dem Bewegungsmarkt mit Formeffekt, die mit geringem Aufwand und auch Zuhause erfolgen können?

 

Das moderne elektrische Training – Der Körper unter Strom

Beim Training unter Strom stehen: Das Elektromyostimulationstraining ist eine Fitnessmethode, die nur unter Zuhilfenahme von Strom stattfindet. Es gibt bereits einige Studios, die sich ausschließlich auf diese Trainingsmethode beschränken, aber auch regionale Fitnessstudios bieten EMS an. Dabei trägt der Sportler eine spezielle Ausrüstung, an der Elektroden angebracht sind, deren Stromabgabe für einzelne Muskelpartien (Arme, Bauch, Beine…) mit einem Regler gesteuert werden kann. Während der Strom fließt, werden unter Anleitung verschiedene isometrische Übungen, bei denen die Muskelspannung verändert wird, durchgeführt. Übungen können zum Beispiel aus dem Zusammenkneifen der Pobacken oder dem waagerechten Gegeneinanderpressen der Handflächen vor der Brust bestehen. Die tieferliegenden Muskeln sowie die Skelettmuskulatur werden stimuliert, die Muskeln kontrahieren maximal, der Stoffwechsel wird angeregt und das Bindegewebe gestrafft. Jedoch ist das durchaus effektive Training nicht zu übertreiben, denn dabei werden noch höhere Mengen des Enzyms Creatin-Kinase, welches die Muskeln mit Energie versorgt. Laut einer Studie ist die Produktion um circa 18 mal höher als bei einem konventionellen Training, was zwar für Effektivität spricht, aber dadurch das der Stoff über die Nieren abgebaut wird, können diese bei zu häufigem EMS-Training und zu geringer Zufuhr von Flüssigkeit Schaden nehmen. Für gesunde Menschen, ist eine einmalige bis höchstens zweimalige wöchentliche Trainingseinheit jedoch unbedenklich. Die elektronische Muskelstimulation macht aber nicht nur die große Leistungsfähigkeit auf verschiedene Partien des eigenen Figurtyps, sondern auch die kurze Trainingsdauer von circa 20 Minuten so speziell – dies hat schließlich mit 40 bis 80 Euro auch seinen Preis.

Das althergebrachte Training ohne Hanteln und Co.: Bodyweight

Das Bodyweight-Training ist ein Fitnesstrend, der weder mit Strom noch mit Hanteln durchgeführt wird. Kurz: Krafttraining ohne Geräte. Dieser Trend setzt auf das eigene Körpergewicht und arbeitet mit den üblichen Verdächtigen wie Klimmzüge, Kniebeugen, Liegestütze oder Sit-ups. Neben der breiten Auswahl an Trainingsmethoden sowie der Formung verschiedener Körperregionen, sind die Übungen ganz einfach von Zuhause durchzuführen und der Gang in das Fitnessstudio bleibt erspart. Somit ist das Training wandelbar, ortsunabhängig und vor allem eine kostengünstige Variante, um die eigene Figur sportlich zu formen. So können Liegestütze beispielsweise in verschiedenen Schwierigkeitsgraden – seitlich, beid- oder einhändig oder in unterschiedlichen Höhen – durchgeführt werden. Dabei können zum Beispiel das Bett, ein Stuhl oder der Baumstamm als Stütze und Trainingspartner dienen. Online oder beim Buchhändler um die Ecke gibt es bereits Bücher, die Übungen für das Fitnessprogramm ohne Geräte für Anfänger und Fortgeschrittene beschreiben.

Formende Trendfitness mit Kindheitserinnerung

Kreisendes Training: Hula-Hooping

 

Eine Runde die Hüfte schwingen und mit dem Hula-Hoop-Reifen Taille, Bauch, Beine und Po stärken und formen. Um Kalorien zu verbrennen, muss jedoch nicht zum altbekannten Reifen aus Holz oder Kunststoff gegriffen werden, denn der Hula-Hoop ist mittlerweile zum Sportgerät mutiert, das in verschiedensten Spezialausführungen für effektives Training sorgt. Circa 500 bis 900 Kalorien können mit dem runden Gerät, welches es mit Gewichten, Massage-Noppen, aber auch Vibrationseffekt gibt, verbrannt werden. Je nach Gewicht ist sich für das Kreisen durchaus anzustrengen und dann sorgen Noppen oder Vibration neben dem Muskeltraining für zusätzliche Straffung. Für ein ausgeglichenes Training ist regelmäßig die Richtung der Schwingbewegung zu wechseln und der Hula-Hoop-Reifen von der Taille über die Hüfte bis unter die Brust und wieder zurück schwingen zu lassen. Die Kosten für den Reifen variieren je nach Ausführung und fangen bei circa 20 Euro an.

 

Das Fitnessprogramm auf dem Mini-Trampolin

 

Ein weiteres Sportgerät für Zuhause, das Fahrrad oder Laufband ergänzen kann, ist das Mini-Trampolin. Beim Sprung auf dem Trampolin werden etwa 400 Muskeln sowie die Koordinationsfähigkeit trainiert und das Bindegewebe durch Schwingung gestrafft. Beim Kauf des Minitrampolins, welches es in verschiedenen Durchmessern gibt, ist auf die Gesamtgröße und die Belastbarkeit zu achten. Die Bewegungsfläche auf dem Trampolin liegt meist zwischen einem und 1,25 Metern. Zudem ist auf die Angabe der Mindestbelastbarkeit zu schauen, denn diese ist nicht zwangsläufig mit dem eigenen Körpergewicht gleichzusetzen, sondern mit dem Gewicht, das beim Schwingen oder Springen auf das Trampolin einwirkt. So sollten zur besseren Beurteilung des erforderlichen Belastungsgewichts, je nach Hersteller 10 bis 20 Kilogramm zum Körpergewicht hinzugerechnet werden. Dann sind geeignete Übungen für das Mini-Trampolin im ganz privaten Fitnessbereich effektiv durchzuführen. Nach dem Training lassen sich einige Modelle sogar ganz einfach zusammenklappen und Zuhause platzsparend verstauen.

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02.06.2016, 12:37 Uhr
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