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Kampf um den Maibaum im Juni

Am Wochenende ist es wieder soweit, der dreitägige Wurmlinger Pfingstritt steht an

Schon bald wird die Wurmlinger Dorfjugend wieder ihr Können auf dem Pferd unter Beweis stellen. Seit einigen Wochen schon trainiert sie für den traditionellen Pfingstritt in ihrem Dorf.

05.06.2019

Das traditionelle Wettreiten um den Maibaum am Pfingstmontag. Archivbild: Uli Rippmann

Der Pfingstritt ist eine sehr alte Wurmlinger Dorftradition, die es mindestens schon seit 1852 gibt und die über die Jahre hinweg kaum verändert wurde. Das Fest findet alle zwei Jahre in Wurmlingen statt und endet nach drei Tagen am Pfingstmontag mit dem traditionellen Ritt. Dabei reiten die 18- bis 20- jährigen Jungs aus dem Jahrgang um den Maien, der aus einem mit Sägemehl abgesteckten Bannkreis heraus gezogen werden muss. „Es ist das Highlight des Pfingstritts, montags gemeinsam mit den Jungs die Wiese hoch zu reiten und um den Baum zu kämpfen“, sagt Lukas Fridrich, der Vorstand des Pfingstreiterjahrgangs 1999/ 2000 ist.

Als Vorstand ist es seine Aufgabe, den Verein in der Öffentlichkeit zu vertreten und „zu zeigen, dass wir als Pfingstreiter da sind.“ Vor allem ist ihm aber wichtig, so eine alte und besondere Tradition fort zu führen und am Leben zu erhalten.

Wenn es dann endlich soweit ist, liegen zwei gemeinsame Jahre hinter den Pfingstreitern, in denen sie auf den Pfingstritt hin gearbeitet haben: Sie veranstalteten zwei Mega-Winterpartys, betrieben einen Fasnetstand, entsorgten alte Christbäume, sammelten Altpapier und stellten einen Stand beim Wurmlinger Dorffest bereit. Da aber auch das Vergnügen bei den Jahrgängern nicht zu kurz kommen darf, gingen sie gemeinsam auf das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen, besuchten Vereinsfeste, bewachten in der Nacht auf den 1. Mai den Maibaum, kickten beim Wurmlinger Dorfturnier mit und gingen auf ein Hüttenwochenende. „Ganz besonders schön für uns alle war das Hüttenwochenende, nur wir Pfingstreiter sind zwei Tage zusammen weg gefahren.“ Durch solche gemeinsame Erlebnisse wächst der Jahrgang immer mehr zusammen.

Schon bald kommt jedoch die größte Herausforderung für die Wurmlinger Pfingstreiter: das dreitägige Fest. Heute, am 5. Juni, startet der Aufbau für den Pfingstritt. Es wird drei Tage lang dauern, bis das Festzelt steht und eingerichtet ist. Doch dafür bekommt der Jahrgang auch viel Unterstützung aus dem Dorf und natürlich auch von den Eltern. Alleine können die Jahrgänger so ein dreitägiges Fest nämlich gar nicht stemmen.

Richtig los geht es am Pfingstsamstag, 8. Juni, mit dem Jahrgangsabend, an dem der Pfingstreiterjahrgang vorgestellt wird und sich auch die Pfingstreiter der vergangenen Jahr(zehnt)e im Festzelt wieder treffen. Für gute Stimmung sorgt da die Partyband Albkracher. Darauf folgt am Pfingstsonntag, 9. Juni, die Pfingstritt-Party mit Stargast Isi Glück. Der traditionelle Festumzug zum anschließenden Wettreiten am Fuße der Wurmlinger Kapelle, findet dann am 10. Juni, Pfingstmontag statt. „Doch diese Highlights dürfen wir alle erst noch erleben“, meint Lukas Fridrich. Laura Miller, Schülerpraktikantin beim TAGBLATT

Weitere Informationen unter www.wurmlinger-

pfingstreiter.de

Der Pfingstreiterjahrgang 1999/2000 Privatbild

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Erstellt:
5. Juni 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Juni 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2019, 01:00 Uhr

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