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Typisch Tübingen

Barbara Honner macht sich für den Schutz historischer Altstadtschriften stark

Mit ihrem Buch über die Tübinger Altstadtschriften eröffnet Barbara Honner einen neuen Zugang zur kulturellen Identität der Stadt. Wir befragten die Pressesprecherin des Verkehrsvereins über ihr Engagement für typische Typografien.

13.12.2017

TAGBLATT ANZEIGER: Wie ist die Resonanz auf Ihr Buch, das im Sommer erschienen ist?

Barbara Honner: Ich freue mich nicht nur über die vielen guten Rezensionen, sondern auch über die positiven Reaktionen der Händler und Gastronomen, die in meinem Buch vorgestellt werden. Ich bekomme Anrufe von begeisterten Lesern, die bei der Lektüre entdecken, welche spannenden Geschichten hinter den Schriften der Altstadt stecken.

Sie plädieren für den Erhalt historischer Schriftzüge. Wie kann das konkret aussehen?

Ideal ist es, wenn die Schriftzüge an ihrem ursprünglichen Ort erhalten bleiben. Für die vertikalen Lettern von Osiander in der Wilhelmstraße ist das ein Muss. Schriften, die für die kulturelle Identität der Stadt von zentraler Bedeutung sind, sollten unter Denkmalschutz gestellt werden!

Immobilien wechseln jedoch mit ihrem Besitzer auch ihre Nutzung und damit zwangsläufig ihre Aufschrift.

Aber Schriftzüge, die das Gesicht der Stadt mitgeprägt haben, dürfen nicht einfach verschrottet werden. Bei dem ehemaligen Eisenwarengeschäft Bero in der Metzgergasse ist das leider passiert. Ausgediente Aufschriften können zumindest gesammelt, katalogisiert und ausgestellt werden. Das Tübinger Stadtmuseum steht einem solchen Projekt aufgeschlossen gegenüber. Der Schutz der Aufschriften korrespondiert zudem mit dem Erhalt von Namen. Auch wenn die Inhaber gastronomischer Einrichtungen wechseln: Das Hanse muss das Hanse bleiben und die Forelle soll auch künftig so heißen. Wie Fassadentypografien gehören alteingesessene Gastronomienamen zum kulturellen Erbe einer Stadt.

Erscheint bald ein Folgeband der „Altstadtschriften“?

In dieses Buch habe ich viel Freizeit investiert und etwa ein Jahr lang zahlreiche Nächte am Computer verbracht. Zwar wurde ich vom Verkehrsverein, der das Buch herausgegeben hat, auf vielen Ebenen unterstützt. Doch ohne Verlag im Hintergrund war die Publikation für mich ein finanzieller Kraftakt. Wenn ich Verbündete finde, kann ich mir eine zweite Auflage mit Ergänzungen vorstellen. Und ich wünsche mir, dass auch in anderen Städten ähnliche Bücher entstehen.

Ein Jahr Arbeit ist keine lange Zeit für dieses fundierte Grundlagenwerk.

Zuerst dachte ich nur an einen kleinen Fotoband für Freunde. Dann kam der Text hinzu. Ich konnte auf Verlagserfahrung, Grundlagenwissen und meine kleine typografische Bibliothek zugreifen, die jetzt angewachsen ist. Schriften waren schon immer meine Leidenschaft.

Gibt es bald Stadtführungen zu den Tübinger Typografien?

Am 5. Juli 2018 bietet der Verkehrsverein eine Themenführung zu den Altstadtschriften an. Fragen von Stefan Zibulla

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13.12.2017, 01:00 Uhr
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