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Bartwuchs anregen – geht das?

23.10.2018

Quelle: Pixabay // Pexels

Bärte liegen aktuell voll im Trend. Das „Babyface“ ist out und immer mehr Männer wünschen sich die Gesichtsbehaarung in verschiedenen Ausprägungen. Bärte wirken männlich, individuell und interessant, erklärt Typ- und Imageberaterin Sabine Haug. Tatsächlich sind der Kreativität bei den Bartformen kaum Grenzen gesetzt, sodass für jeden Geschmack die richtige Wahl dabei ist. Wenn da nicht ein Problem wäre: Viele Männer haben keinen oder nicht ausreichend Bartwuchs, um den gewünschten Look umzusetzen. Wie also steht es um den Bartwuchs? Wann entwickelt er sich? Was gilt als normal und wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? Kann er aktiv angeregt werden und wenn ja – wie?

Mann trägt jetzt Bart, wenn er kann…

Bei den Barthaaren handelt es sich um eine Sonderform der Körperbehaarung, welche bei Männern rund um Mund, Kinn, Wangen sowie den oberen Halsbereich wächst. Bei Frauen findet hormonell bedingt kein Bartwuchs statt – es sei denn, es liegt eine entsprechende Störung vor. Aus diesem Grund gilt ein Bart gemeinhin als männlich und unterliegt regelmäßigen Modeströmungen. Vollbart, Schnauzbart, Kinnbart, Drei-Tage-Bart, Ziegenbart: Die Varianten sind vielfältig, doch meist liegt der Bart in irgendeiner Art und Weise im Trend. Das glatte „Babyface“ lässt nämlich viele Männer sehr jung aussehen, was sowohl im Berufsleben als auch privat, beispielsweise bei der Partnersuche, Nachteile mit sich bringen kann. Dennoch sind Geschmäcker bekanntlich verschieden und einige Frauen finden Bärte unhygienisch – ein Vorurteil, das übrigens bei richtiger Pflege nicht stimmt, und schnell aufgeklärt werden kann, wenn man sich mit diesem Bartratgeber auseinander setzt. Allerdings sind auch nicht alle Männer mit einem dichten Bartwuchs gesegnet, sodass sie gar nicht die freie Wahl haben, einen Bart zu tragen oder eben nicht. Ein Aspekt, unter dem viele Betroffene leiden.

Der Bartwuchs beginnt normalerweise in der Pubertät

Normalerweise entwickelt sich der Bartwuchs im Zuge der Pubertät durch das Hormon Testosteron. Meist beginnt zwischen 14 und 18 Jahren ein erster Flaum über der Oberlippe zu wachsen, welcher zu Beginn aber noch weich und sehr fein ist. Mit der Zeit werden die Barthaare dicker, oftmals auch dunkler und der Bartwuchs wird dichter. Bis allerdings ein richtiger Bart wächst, sprich von den Ohren über die Lippen und das Kinn bis zum oberen Halsbereich, vergehen oft noch vier bis fünf Jahre. Es ist also vollkommen normal, dass viele Männer erst in den frühen 20ern einen ausreichenden Bart haben, um diesen entsprechend stylen zu können. Ob und wie oft dieser rasiert wird, hat auf die Dicke der Haare sowie die Wuchsgeschwindigkeit hingegen keinen Einfluss. Dass das Bartwachstum mit zunehmendem Lebensalter immer stärker wird, hängt hingegen mit den hormonellen Veränderungen zusammen. Durchschnittlich wächst ein Barthaar um etwa 2,8 Millimeter pro Woche. Übrigens ist das Bartwachstum unabhängig von den Haaren auf den Kopf. Viele Männer leiden unter Haarausfall, während ihr Bart dicht weitersprießt.

Quelle: Pixabay // Pexels

Kein Bart? Wann der Gang zum Arzt sinnvoll ist

Ist allerdings auch mit Anfang oder Mitte 20 noch kein richtiger Bartwuchs vorhanden, könnte eine hormonelle oder gesundheitliche Störung vorliegen. Doch noch gibt es keinen Grund zur Beunruhigung: Das Bartwachstum ist (auch) genetisch bedingt und manche Männer, vor allem hellere Hauttypen, verfügen schlichtweg über keinen so dichten und dunklen Bart, wie sie sich vielleicht wünschen würden. Manchmal steckt aber tatsächlich eine ernstzunehmende Erkrankung hinter der mangelnden Gesichtsbehaarung, sodass der Gang zum Arzt zur Abklärung auf jeden Fall sinnvoll ist. Wer also mit spätestens Mitte 20 noch keinen oder kaum Bartwuchs hat, sollte durchaus einen spezialisierten Facharzt aufsuchen, um die Ursachen untersuchen zu lassen. Dieser kann gegebenenfalls auch Tipps geben, um das Problem zu beheben oder das Bartwachstum anzuregen.

Bartwachstum anregen – geht das überhaupt?

Das Stichwort ist bereits gefallen: Bartwachstum anregen. Viele Männer ohne oder mit zu geringem Bartwuchs fragen sich, ob sie die Dichte und Schnelligkeit ihres Bartwuchses aktiv beeinflussen können und wie. Das Bartwachstum durch regelmäßiges Rasieren anzuregen, ist – wie bereits erwähnt – leider nicht möglich. Das ist aber kein Grund zur Verzweiflung, denn es gibt tatsächlich andere sowie wirkungsvolle Möglichkeiten, um den Bartwuchs zu beschleunigen.

Tipp 1) Bartwuchsmittel

Natürlich wittern angesichts des Trends zum Bart mittlerweile viele Unternehmen ihre Chance auf das große Geld und werben mit angeblichen Wundermitteln für den Bartwuchs. Viele der auf dem Markt befindlichen Tinkturen & Co sind daher wirkungslos und das auch noch bei einem hohem Preis. Dennoch gibt es Bartwuchsmittel, die durchaus bei der Problematik helfen können, jedoch stets abhängig von ihren Ursachen. Es ist daher wichtig, bei Problemen mit dem Bartwachstum die Ursachen ärztlich abklären und sich anschließend eventuell ein Bartwuchsmittel verschreiben zu lassen, das in dem individuellen Fall auch tatsächlich wirkt. Bei erblich bedingtem Haarausfall – beziehungsweise dem Ausbleiben des Haarwachstums – kann sowohl auf dem Kopf als auch beim Bart zum Beispiel der Wirkstoff Minoxidil helfen, welcher in verschiedenen Bartwuchsmitteln enthalten ist, die rezeptfrei in der Apotheke gekauft werden können. Allerdings ist dieser nicht ganz frei von Nebenwirkungen und sollte daher nur auf ärztliche Beschreibung ausprobiert werden!

Tipp 2) Gesunde Ernährung

Für Probleme mit dem Haarwachstum, egal an welchen Stellen, kann auch ein Nährstoff- oder Vitaminmangel verantwortlich sein. Eine gesunde Ernährung ist somit die Grundlage für einen dichten Bartwuchs, damit die Haare auch genügend „Kraft“ zum Wachsen haben. Dennoch können Nahrungsergänzungsmittel diesen Prozess unterstützen und dem Bart noch einmal extra Energie für das Wachstum verleihen. Entsprechende Präparate gibt es gleich mehrere am Markt. Die meisten enthalten eine Mischung aus Vitaminen und Mineralien wie Biotin, Vitamin B12 oder Calcium. Allerdings sollte es auch mit solchen Mitteln nicht übertrieben werden. Zudem entfalten sie ihre volle Wirkung nur, wenn sie über mehrere Monate täglich in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden. Einen Versuch ist es allemal wert…

Tipp 3) Bartöle verwenden

Doch nicht nur von innen, sondern auch von außen kann der Bartwuchs angeregt werden. Hierfür kommen Öle zum Einsatz, welche auf den Bart aufgetragen werden und das Wachstum der Barthaare anregen sollen. Studien, welche die Wirkung solcher Bartöle belegen, gibt es allerdings nicht. Zudem sollte ein Minimum an Bartwuchs vorhanden sein, auf welchen das Öl aufgetragen werden kann.

Das eine Wundermittel für einen dichten sowie schnellen Bartwuchs gibt es also leider nicht. Dennoch existieren Möglichkeiten, die „Bartlose“ zuversichtlich stimmen und dabei helfen können, dass doch noch ein beziehungsweise mehr Bart wächst. Welche dieser Mittel tatsächlich wirken, hängt jedoch stets vom Einzelfall ab. Das Motto lautet also: Ausprobieren!

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Erstellt:
23. Oktober 2018, 15:50 Uhr
Aktualisiert:
23. Oktober 2018, 15:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2018, 15:50 Uhr

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