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Das Jahr der Häuslebauer!? Petrus könnte diese Entwicklung begünstigen
Den Traum vom Eigenheim könnte sich heuer so mancher Bauherr früher als erwartet erfüllen, denn der Winter ist mild. Bild: pixabay.com © Hans (CC0 Public Domain)

Das Jahr der Häuslebauer!? Petrus könnte diese Entwicklung begünstigen

12.01.2018

Der Winter ist mild, sehr mild sogar. Ein Comeback von Schnee und Eis liegt in weiter Ferne und irgendwie scheinen mancherorts direkt Frühlingsgefühle aufzukommen. Ausnahmsweise sind damit nicht die Zwischenmenschlichen gemeint, sondern die der Baubranche, denn aufgrund des milden Winters könnten die Bagger vielleicht früher anrollen und auch die Hausmauern könnten schon früher stehen als gedacht. Grund genug, rechtzeitig zu planen und zu entscheiden, welche Materialien und Produkte am Bau verwendet werden sollen. Einige Tipps dazu gibt es in diesem Ratgeber.

Planung in mehreren Etappen

Das bedeutet für einen Häuslebauer zweierlei: Zunächst braucht er ein Grundstück, das bebaubar ist, denn sonst darf darauf kein Haus errichtet werden. Dann geht es darum zu planen, welches Haus darauf platziert werden soll. Welche Böden zu verlegen sind oder wie die Wände später aussehen sollen, steht in diesem Schritt noch nicht zur Debatte.

- Welche Hausvariante soll es werden?

Zunächst einmal muss festgelegt werden, welche Art von Haus gebaut werden soll. Die Massivbauweise ist die altbewährte, traditionelle Bauweise, bei der buchstäblich Stein auf Stein gesetzt wird – bis das Haus steht. Fertighäuser bedeuten für den Häuslebauer umdenken: Er muss im Vorfeld alle Wünsche an das neue Eigenheim dokumentieren, denn die Fertigung der riesengroßen Bauteile erfolgt in einer Produktionshalle – fernab von der Baustelle, dafür auch unabhängig vom Wetter. Über die verschiedenen Ausbauvarianten (Bausatzhaus, Ausbauhaus und schlüsselfertige Bauweise) informiert diese Übersicht. Das Gegenteil der Fertigvariante ist das Architektenhaus, das von eben diesem Profi vorgeplant wird und jegliche Sonderwünsche umsetzen könnte (wenn dies finanziell möglich ist). Die häufig umweltfreundlichste Variante eines Neubaus ist das Holzhaus, das auch durch gute Dämmeigenschaften glänzt. Ähnlich wie beim Lichtkonzept nachher beschrieben wird, muss Holz allerdings sehr professionell gepflegt werden, um seine Schönheit zu erhalten.

Das Jahr der Häuslebauer!? Petrus könnte diese Entwicklung begünstigen
Abbildung 2: Die Stein-auf-Stein-Variante ist der Weg, wie ein klassisches Massivhaus entsteht. Bild: pixabay.com © sandid (CC0 Public Domain)

Über die Größe und die Höhe des Hauses entscheidet zum einen der Bebauungsplan, in dem von kommunaler Seite vorgegeben ist, was erlaubt ist und was nicht. Rein äußerlich jedoch gibt es einen Trend zu beobachten, der mit einem einschlägig bekannten Stichwort beschrieben werden kann: „smart“. An die Smart Home Ausstattung wird meist erst beim Innenausbau gedacht. Doch auch bei Fassade und Hülle wird es immer smarter. Nachhaltige Materialien, die Wind und Wetter und auch Sonne und Sturm bestens standhalten sind die passive Fassadenvariante. Ein Photovoltaik-Paneel hingegen verbindet die Hülle noch mit einem wahren Nutzen.

Neben dem klassischen Grundriss des Hauses sollte ebenfalls direkt im Vorfeld festgelegt werden, ob bzw. wann die Terrasse mit angelegt wird und wie es um die Stellplätze bzw. Zufahrtsoptionen bestellt ist. Tipp: Natürlich kann – mit Blick auf die hohen Kosten, die ein Hausbau heute verschlingt – das Thema Einfahrt auf das Folgejahr verlegt werden. Allerdings sollten Häuslebauer daran denken, dass der Umzug bzw. Einzug damit auch vergleichsweise schwierig werden könnte. Die Küchenbauer, die die neue Wunschküche aufbauen, müssen diese dann im schlechtesten Fall über einen unbefestigten Weg tragen.

- Welches Lichtkonzept steckt im Neubau?

Jeder Architekt und Planer achtet akribisch genau auf die Ausrichtung des Hauses, denn diese spiegelt sich direkt im Lichtkonzept wieder. Wer morgens im Sonnenschein frühstücken möchte, richtet Terrasse oder Küche entsprechend aus und plant in Richtung Osten. Wer lieber die Abendsonne im Freien genießen möchte, plant ebenfalls dementsprechend – und zwar Richtung Westen. Neben der Positionierung des Hauses sind dabei auch Fenster und Türen von entscheidender Bedeutung und in diesem Zusammenhang gibt es für jeden Häuslebauer auch viele langfristige Entscheidungen zu fällen.

Das Jahr der Häuslebauer!? Petrus könnte diese Entwicklung begünstigen
Abbildung 3: Die Anordnung der Fenster ist entscheidend für das spätere Lichtkonzept im Raum. Bild: pixabay.com © nhamoinet (CC0 Public Domain)

Die Entscheidung muss dabei zwischen den Materialien Holz, Aluminium und Kunststoff fallen sowie aus Materialkombinationen aus diesen Varianten. Jedes Modell hat dabei seine Vor- und Nachteile. „Schlecht“ schneidet im Übrigen keine Variante ab. Jeder Häuslebauer muss für sich selbst entscheiden, was am besten passt.

Kunststofffenster punkten mit Bestnoten bei der Wärmedämmung, bei der Witterungsbeständigkeit, bei der Langlebigkeit, bei der Stabilität und in puncto Sicherheit und Einbruchschutz. Ähnlich sind auch die Vorteile, die der Werkstoff Aluminium mit sich bringt, allerdings ist Aluminium der Verlierer bei der Wärmedämmung. Der entscheidende Faktor, der beide Varianten unterscheidet, ist der Kostenpunkt. Kunststofffenster sind deutlich günstiger als Aluminiumfenster. Holzfenster gelten heutzutage fast schon als Liebhaberstücke, denn es braucht reichlich Pflege, um den Naturstoff lange Zeit ansehnlich zu halten. Bestnoten gibt’s dennoch, nämlich in der Kategorie „Klimabilanz“.

- Wie soll der Innenausbau gestaltet sein?

Je nach Bauweise (bzw. Fertigstellungsgrad beim Fertighaus) müssen Häuslebauer beim Innenausbau selbst Hand anlegen oder nur entscheiden, welcher Boden wo verlegt wird und welche Wand wie gestaltet werden soll. Entschieden wird dies häufig mit Blick auf die Kosten, die Baufinanzierung oder das Eigenkapital. Dabei spart die Eigenleistung nicht immer zwingend Geld. Wenn der Bauherr zeitlich sehr eingebunden ist, kann es durch ein hohes Maß an kalkulierter Eigenleistung auch zu Bauverzögerungen kommen. Ungeübte könnten vielleicht sogar mehr Material „verbrennen“ als Geübte. Diese Punkte rund ums Thema Eigenleistung sollten vor der Entscheidung durchdacht sein.

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12.01.2018, 10:49 Uhr
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