Wende mit Windkraft

Der BUND plädiert für eine regionale Standortplanung

Boris Palmer will in Tübingen Windräder aufstellen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt die Pläne des Oberbürgermeisters und plädiert für eine regionale Standortplanung, die auch den Artenschutz berücksichtigt.

Der BUND plädiert für eine regionale Standortplanung

Auf Tübinger Gemarkung sollen bis zu zehn Windräder aufgestellt werden. Der Prüfung entsprechender Standorte muss noch der Gemeinderat zustimmen. Bild: ©Massimo Cavallo - stock.adobe.com

Tübingen. Der BUND betrachtet Windkraft als einen wichtigen Baustein der Energiewende. Der Regionalverband Neckar-Alb begrüßt, dass die Stadt Tübingen bei der Prüfung von Standorten für Windräder laut Beschlussvorlage auch die Belange des Naturschutzes berücksichtigen will. „Auch die dort erwähnte Beteiligung der Bevölkerung wird begrüßt, denn eine transparente und ausgewogene Information und Planung fördern erfahrungsgemäß die Akzeptanz derartiger Projekte“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Regionalverbandes. „Die Einbeziehung der örtlichen Naturschutzverbände kann für eine naturverträgliche Planung und bei der Suche geeigneter Ausgleichsmaßnahmen hilfreich sein und sollte auf jeden Fall Teil der Planung sein.“ Nach Meinung des BUND soll die Wahl der Standorte von Windrädern nicht den Kommunen überlassen, sondern auf einer regionalen Ebene geplant werden.

„Angesichts der Biodiversitätskrise wäre es sinnvoll, wenn die geplanten Windkraftanlagen nicht nur hinsichtlich ihrer Leistung top wären, sondern die Stadtwerke Tübingen als nachhaltig ausgerichtetes Energieunternehmen auch die neuesten Erkenntnisse im Bereich Artenschutz einbeziehen würden“, betont Barbara Lupp. Dabei denkt die BUND-Regionalgeschäftsführerin beispielsweise an den Schutz von Fledermäusen durch die Abschaltung der Windräder bei Schwachwind oder die Einfärbung von Rotorblättern zum Schutz von Vögeln. Stefan Zibulla


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07.04.2021, 01:00 Uhr