Irrlichtern im Corona-Zwingel

Der Hölderlinturm in Öl und die Aktualität von Quarantäne

04.11.2020

Ein Foto seines Ölbilds „Irrlichtern im Coronazwingel“ hat uns TAGBLATT-ANZEIGER-Leser Ludwig Bieser mit diesen nachdenklichen Sätzen zugeschickt: „Es ist zum Verrücktwerden und schwer auszumalen, was über Hölderlin im Zwingel und über uns mit der Pandemie hereingebrochen ist. Die Quarantäne des kranken Hölderlins – betreut von Lotte und im Home-Office bei Zimmern – ist erschreckend aktuell. Wie in der Enge des Zwingels durchleben wir eine schaurige Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn, existenzieller Verunsicherung und Ungewissheit. ‚Komm mit ins ungewisse Dunkle mein Freund‘, möchte man Hölderlin zurufen und gemeinsam den Schicksalsweg im Zwingelgarten durchschreiten. Lavieren mit ihm im Würgegriff der Brüchigkeit zwischen eminenzbasierten und evidenzbasierten Regeln, Irrungen und Wirrungen. Verloren irrlichtern im Aerosol-Nebel der verlorenen Kontrollillusion – Pallaksch – mit Eurer Excellenz Scardanelli“. TA / Bild: Ludwig Bieser

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Erstellt:
4. November 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
4. November 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. November 2020, 01:00 Uhr

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