Schwarz-gelb oben

Der SV 03 entschied das Lokalderby für sich

Bereits am zweiten Spieltag der Landesliga 3 kam es zum ersten hochbrisanten Derby in der Unistadt: Die Nordstädter vom SSC Tübingen kamen zum SV 03.

02.09.2020

Doppeltorschütze Felix Müller (SV 03) hilft Torhüter Danso Boamah (SSC) auf die Beine. Bild: Ulmer

Noch ehe Corona die letztjährige Saison zum Erliegen brachte, hatten die Schwarz-gelben noch 1:0 gewonnen. Also Grund genug für den SSC, es in der noch jungen Saison diemal besser zu machen. Dass das nicht einfach werden würde, war klar. Der SV hatte einige gute Testspiele abgeliefert, außerdem gelang ihm im ersten Rundenspiel ein 2:2 in Seedorf. Trotzdem: Beiden Teams steht eine schwere Saison bevor: 38 Spiele insgesamt, mindestens sechs Teams werden absteigen.

Der SV startete gut ins Match vor etwa 300 Zuschauern. „Auch wenn wir 500 Zuschauer ins Stadion lassen dürfen“, hieß es von Gastgeberseite aus, „hätten wir bei 400 bis 450 dicht gemacht – sicher ist sicher wegen der einzuhaltenden Abstände.“

Es gab ein spannendes Spiel zu sehen. Bereits nach neun Minuten ging der SV durch Torjäger Felix Müller nach blendender Vorarbeit des herausragend spielenden Mouhamed Arfaoui in Führung. Bereits sechs Minuten später kam der überraschende Ausgleich per Foul-Elfmeter durch Moritz Grupp. „Das war nie und nimmer ein Elfer“, regte Ralf Böll, ein SV 03-Urgestein, sich auf. Es war ein Elfer der Marke „kann man, muss man aber nicht geben.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit zogen die Schwarz-gelben ein technisch und taktisch ausgefeiltes Spiel auf, dem SSC blieb wenig Gelegenheit, sich offensiv auszuzeichnen. Das Problem: Der SV versiebte beste Chancen. Bis Felix Müller mit einer erneuten Vorlage des schnellen Arfaoui das 2:1 einschob.

Nicht nur wegen der Tore zeigte Müller ein starkes Spiel. Der SV jedenfalls wollte den Vorsprung keinesfalls verwalten, und er stürmte weiter. Die Gefahr aber wurde immer größer, sich einen der stetig gefährlicher werdenden Konter des SSC einzufangen. Trotz aller Anstrengungen und einem in der zweiten Hälfte gut geführten Spiel blieb dem SSC kein Punktegewinn. Verdient war der Sieg für den SV unbestritten. Zumal sich viele der Zuschauer, soweit sie zu den Hausherren hielten, die Haare über die vergebenen Chancen rauften. Werner Bauknecht

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Erstellt:
2. September 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
2. September 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. September 2020, 01:00 Uhr

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