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Blick plötzlich wieder nach oben

Die Basketballer gewinnen erneut – und schnuppern wieder an den Playoffs

Relativ deutlich gewannen die Tigers Tübingen ihr Match mit 101:89 bei den Phoenix Hagen. Das sieht fast aus wie eine Trendwende zum Guten – hin zu den Basketball-Playoffs.

06.02.2019

Wer weiß, vielleicht neigt sich die bisherige Seuchensaison einem Ende zu. Denn erneut gewannen die Tigers unter dem neuen Coach Georg Kämpf ein Match – und das sogar auswärts. Dabei ist Gegner Hagen keineswegs Kanonenfutter, denn die Westfalen liebäugeln selbst mit einer Teilnahme an den Playoffs und waren bislang sechs Punkte vor den Tigers – jetzt sind es gerade noch vier. Die Tigers wiederum haben Boden gut gemacht und können den Blick wieder nach oben richten.

Das Match lief zu Beginn nicht ganz nach dem Geschmack der Tigers. Denn die Hagener pressten die Tübinger über das ganze Spielfeld. Damit kamen die lange Zeit nicht klar. Aufgelaufen waren sie übrigens wieder wie bereits gegen Heidelberg mit Enosch Wolf und Robertas Grabauskas. Das sicherte ihnen zwar viele Rebounds, doch nach dem ersten Viertel lagen sie dennoch mit 20:25 Punkten zurück. Das änderte sich im zweiten Viertel deutlich, und mitverantwortlich dafür war unter anderem die Reboundstärke der Tigers. Bereits zur Pause stand es im Reboundduell der Teams 19:11 für die Tübinger. Am Ende hatten die Tigers 33 Rebounds und die Reboundkönige aus Hagen einen weniger.

„Das war unser Ziel“, sagte Kämpf klar, „das hatten wir uns vor dem Spiel vorgenommen.“ Dafür hatten die Tigers zu Spielbeginn noch Probleme mit den schnellen Vorstößen und vor allem mit der Präzision und Konzentration im Spiel. Zwar hatten die Tigers gleich in den ersten Minuten drei Ballverluste, aber keine Steals – sie verloren den Ball leichtfertig. Nach dem ersten Viertel lagen die Tigers mit fünf Punkten zurück, die restlichen drei Viertel allerdings entschieden sie jeweils mehr oder weniger deutlich für sich.

Zu Beginn des zweiten Viertels kam die höchste Führung der Hagener mit 30:22, aber dann zogen die Tübinger an. Und da zeigte sich, wie wertvoll ein großartig aufspielender Tyler Laser für das Team ist. Herausragend schon die Statistik, also seine Match-Bilanz. Zu seinen überragenden 27 Punkten kamen noch acht Rebounds und nur zwei Ballverluste. Gegen die Hagener war Laser an dem Tag der absolute Erfolgsgarant.

Zu ihm gesellte sich Enosch Wolf, mittlerweile die absolute Konstante im Tigers-Spiel. Auch dann, wenn es in den zurückliegenden Wochen nicht so gut lief, lieferte Wolf stetig ab. Der Mann kann eigentlich alles: Er ist ein Scorer, er leistet Assists, er besitzt Spielübersicht.

Sehr effektiv am Wochenende auch Nemanja Nadjfeji, der zwar nur wenig Spielzeit erhielt, diese dafür umso effektiver nutzte: Zwei Distanzwürfe, zwei Treffer. Dazu ein Steal und nur ein Foul. So kann es weitergehen mit dem Jungen. Die Stärke der Tigers waren die Freiwürfe, eine Disziplin, die bei Hagen überhaupt nicht funktionierte. Die Spieler kamen nur in 48 Prozent der Würfe zum Erfolg.

Das Spiel war bis zum Ende eng, das sah auch der Coach so. „Es gab zwei, drei Situationen, da hätte das Spiel in die andere Richtung laufen können.“Doch dürfen die Tigers jetzt wieder nach oben schielen. Aber nur vorsichtig, denn: „Wir feilen immer noch an Sachen, die der Coach von uns will“, so Wolf. Und meint wahrscheinlich die Defensive. Werner Bauknecht

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Erstellt:
6. Februar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2019, 01:00 Uhr

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