Waldlauf: die blauen Kenianer

Die Läufer von der LAV Tübingen holen zahlreich Gold bei BaWü-Meisterschaften

Reichlich Spitzenplätze und Goldmedaillen gab es am Samstag für die Läufer/innen der LAV Stadtwerke Tübingen bei den BaWü-Waldlauf-Meisterschaften in Remchingen bei Nöttingen.

10.11.2021

Die Mannschaft der LAV Stadtwerke Tübingen, ohne 10-Kilometer-Starter. Bild: Werner Bauknecht

Für das überragende Ergebnis bei den Meisterschaften sorgten einmal mehr Spitzenläufer der LAV, die auch in den vergangenen Monaten regelmäßige Spitzenresultate ablieferten. Ob über 10 Kilometer, Halbmarathon oder irgendwas dazwischen – der Sieg führte meist über Lorenz Baum.

Am Samstag machte er es gleich doppelt. Denn zuerst siegte er im 3-Kilometer-Sprint durch die Waldstrecke bei Nöttingen, und anschließend beim Schlussrennen der Veranstaltung gewann er die 10 Kilometer obendrauf. Die LAV war mit großer Gruppe zu den letzten Meisterschaften des Leichtathletikjahres im Freien angetreten. Kinder und Jugendliche nahmen die unterschiedlichen Strecken unter die Sohlen, genauso wie die Aktiven und die Senioren. Die Strecke, die die Verbände aus Baden und Württemberg ausgesucht hatten, waren durchaus selektiv. Und das heißt: Es ging teilweise stramm bergauf, danach aber auch wieder steil bergab, und dann auch noch über wahre Geröllhalden.

„Der letzte Abschnitt war schon gefährlich“, bestätigte da Lorenz Baum, der als erster auf der asphaltierten Geraden Richtung Stadion wieder vom Berg zurückkehrte. „Beim ersten langen Anstieg war ich noch auf dem zweiten Platz“, berichtete er nach dem Lauf, „aber dann konnte ich die Führung übernehmen.“

Zum Endspurt ging es hinein ins kleine Leichtathletikstadion, noch 150 Meter Tartanbahn und schließlich über die Ziellinie. Baum brauchte für die 3 Kilometer insgesamt 8:34 Minuten, der Zweite, Aimen Haboubi aus Ulm, lag vier Sekunden dahinter. Der zweitbeste Tübinger war in dem Rennen Paul Pascal Scheub auf Platz 10 in 9:11 Minuten. Auch er hatte Probleme bei der steilen Bergab-Passage im Schlussteil. 137 Teilnehmer/innen waren in der Disziplin am Start. Beste Tübingerin war Julia Abröll mit Platz 8 in 10:54 Minuten.

Am Start zu den 5 Kilometern standen danach die Frauen, die Altersklassen der Männer Ü35 bis 80 und die Junior/innen männlich und weiblich. Nach eineinhalb Kilometer flachem Einstieg kam eine Spitzkehre und dann ging es einen Kilometer bergauf, in den Wald hinein. Auch am Ende des Anstiegs kamen immer wieder mächtige Wellen. Einmal ging es unter der Autobahnbrücke der A8 hindurch und dann stieg das Gelände wieder an.

So kam am Ende locker eine dreistellige Zahl an Höhenmetern zustande. Hier waren die Altersklassenläufer der LAV die Dominatoren. So siegte Werner Bauknecht in der AK M65 mit mehreren Minuten Vorsprung vor seinen Verfolgern. Gerold Knisel wurde 4. in der AK M60. Damit gewann das Team, zu dem noch Christian Dietrich als dritter Läufer gehörte, auch den Teamwertungs-Titel der Altersklasse M60. Das Team der AK M50-M59 holte sich Bronze, Matthias Koch wurde in dieser Altersklasse Dritter.

Zum Team gehörten noch Jürgen Ehret und Thorsten Haasis. In der Besetzung hatten sie vor ein paar Wochen noch den Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Marathon in München geholt. In der Altersklasse 75 aufwärts gewann der LAV-Senior Walter Johnen Gold. In dem zweiten Rennen des Tages waren 134 Teilnehmer/innen am Start. Den absoluten „blauen Erfolg“ gab es schließlich in der 10 Kilometer-Wertung. Baum war auch dort am Start und siegte mit Riesenvorsprung in der Bombenzeit von 32:13 Minuten.

„Ich hätte nie gedacht, dass man auf so einer schweren Strecke eine 32er-Zeit laufen kann“, sagte der Zeitnehmer vom Veranstalter ganz überrascht im Ziel. Platz 2 belegte Jan-Philipp Kisker in 32:49 und Rang drei ging an Niklas Unger in 33:34 Minuten – alle drei LAV Stadtwerke Tübingen. Und mit Mark Wörner ging auch noch der 5. Platz an die LAV. Dazwischen schob sich auf Platz 4 Haboubi, den Baum schon im 3-Kilometer-Lauf geschlagen hatte. Dass sie die Teamwertung gewannen war da natürlich klar.

Trainerin Isabelle Baumann war zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Schützlinge. „Es war auch schön, dass sich alle bei der Veranstaltung gezeigt haben“, meinte sie. Sie war sogar auf den Berg geklettert, an dem ein Teil der Piste entlang führte, um dort noch mal ihrer Sportler zu unterstützen. Vor allem mit dem Wetter hatten sie alle das große Los gezogen: Bei milden Temperaturen schien den ganzen Nachmittag die Sonne. Werner Bauknecht

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Erstellt:
10. November 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
10. November 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. November 2021, 01:00 Uhr

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