Der Kommentar

Früher war das Essen besser

Von Dennis Duddek und Finn Schwarz

Die Schulmensa in der Tübinger Uhlandstraße: Es gibt nichts anderes, was Schüler der drei Gymnasien, für die diese Küche eingerichtet wurde, gerade so nervt. Sätze wie: „Das Essen schmeckt einfach nicht mehr“ und „Ich esse nicht mehr in der Mensa“, gibt es so oft am Kepler-Gymnasium von Lehrern und Schülern zu hören wie noch nie.

Um zu analysieren, wie unbeliebt die Mensa derzeit ist, haben wir Lehrerinnen und Lehrer befragt, ob sie noch dort essen und ob es ihnen schmeckt. Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig: Von den 24 befragten Lehrkräften gehen nur noch 12,5 Prozent regelmäßig in die Schulmensa. Fast 17 Prozent der Befragten gehen noch manchmal in die Mensa; teilweise haben diese Lehrkräfte erklärt, dass sie nur noch in die Mensa gehen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Die große Mehrheit, nämlich knapp 71 Prozent der Befragten, geht gar nicht in die Mensa. Von diesen gehen knapp 60 Prozent nicht mehr in die Mensa, seitdem es ihnen dort nicht mehr schmeckt; die anderen rund 40 Prozent gehen sowieso nicht in die Mensa - entweder, weil sie dafür keine Zeit haben oder lieber zuhause etwas frisch gekochtes essen.

Manche Lehrer empfinden das Essen mittlerweile als eine Zumutung: „Bei diesem Essen in der Mensa geht es nur noch um das blanke Überleben“, sagte uns eine Lehrkraft. Viele Schüler halten die Mahlzeiten zwar noch für essbar, finden sie aber zu teuer.

Trotz massiver Kritik an der Qualität des Mensaessens gibt es auch noch Lehrer(innen) und Schüler(innen), die gerne dort essen. Wir sind von dem Angebot zwar auch nicht mehr begeistert. Für den Preis halten wir es aber für akzeptabel. Doch früher hat es uns in der Schulmensa besser geschmeckt.


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13.03.2019, 01:00 Uhr