Gegen den Hunger in Uganda

Die Tübinger Hochschulgruppe Enactus verkauft Solidaritätsmasken

Neben der Corona-Krise ist Uganda auch von einer Hungersnot bedroht. Die Tübinger Hochschulgruppe Enactus hilft den Menschen in dem afrikanischen Land mit dem Verkauf von Solidaritätsmasken.

17.06.2020

Der Erlös aus den selbstgenähten Gesichtsmasken fließt nach Uganda. Bild: Enactus

Stell dir vor, es ist Corona und du kannst dir deine Hände nicht waschen. Unter diesem Motto steht die aktuelle Aktion der studentischen Hochschulgruppe Enactus Tübingen. Das Ziel hierbei ist es, Familien in der Region Mpigi in Uganda mit Seife und Saatgut zu versorgen, um damit der drohenden Hungersnot und Gesundheitskrise in dem ostafrikanischen Land entgegenzuwirken. Gleichzeitig trägt die Hochschulgruppe durch den Verkauf von Gesichtsmasken in Tübingen zur Sicherheit der Menschen hier vor Ort bei. So konnte die Hochschulgruppe über Erlöse und Spenden bereits 200 Familien Zugang zu Seife ermöglichen und über 700 Kilo Saatgut verteilen.

Die Solidaritätsmasken werden zum einen von Hobbynähern genäht, die einen ehrenamtlichen Beitrag leisten wollen, indem sie ihre Masken an die Aktion spenden, damit die Gruppe die Erlöse in Uganda einsetzen kann. Zum anderen werden die Masken vom Tübinger Nähprojekt „Der Grüne Faden“ genäht. Der Grüne Faden ist ein weiteres Projekt der Hochschulgruppe Enactus Tübingen, welches mit dem Asylzentrum Tübingen kooperiert. Einmal in der Woche werden in der Nähwerkstatt Produkte aus upgecycelten Materialien von Geflüchteten genäht, denen durch das Projekt der Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden soll. Die Masken der Hobbynäher und der Näher des Grünen Fadens werden dann in Tübinger Läden und online über den „Tü-Shop“ und einen Shop auf Etsy verkauft.

Von dem Erlös der verkauften Masken werden zum einen die Geflüchteten des Projektes „Der Grüne Faden“ für ihren Beitrag entlohnt. Der Rest wird über Elizabeth Nalugemwa, eine junge Uganderin, mit der Enactus Tübingen seit eineinhalb Jahren eine enge Kooperation führt, an Bäuerinnen in der Region verteilt.

Mit dem Geld wird Seife an Familien verteilt, die sich eine Händewaschstation gebaut haben, die sie vor dem Corona-Virus schützen soll. Zusätzlich erhalten Frauen jeweils zehn Kilo Saatgut, um bei der nächsten Ernte ihre Familie versorgen können. Das Saatgut erhalten sie als eine Art Mikrokredit: Nach der Ernte geben sie 15 Kilo Saatgut zurück an die Projektpartnerin Elizabeth Nalugemwa, welches dann wieder an weitere 1,5 Familien verteilt wird.

Solidaritätsmasken wirken also dreifach. Sie schützen die Menschen in Deutschland und sind dabei attraktiv, weil sie wiederverwendbar sind und ein praktisches Design haben. Mit dem Kauf einer Maske wird gleichzeitig Familien in Mpigi ermöglicht, Seife und Saatgut z bekommen. Und die lokale Tübinger Initiative „Der Grüne Faden wird durch den Kauf unterstützt. TA

Wer die Initiative als Hobby-Näher, Sponsor oder durch den Kauf einer Maske unterstützen will, findet alle dafür notwendigen Informationen unter http://solidaritaetsmasken.de

www.enactus.de/tuebingen

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Erstellt:
17. Juni 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Juni 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2020, 01:00 Uhr

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