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Der Kommentar

Ein Glück bringender Vogel

06.03.2019

Von Martina Fischer

Im Frühlingsmonat März kehren die Zugvögel aus ihrem Winterquartier zurück – auch die Schwalben. Wer früher die Ankunft der ersten Schwalbe meldete, dem war das ganze Jahr hindurch Glück beschieden – zumindest im deutschen Aberglauben, in dem die Schwalbe oft als Glück bringender Vogel vorkommt.

So sollte man sie weder vertreiben noch töten, denn dem Haus, an dem sie nistet, bringt sie Glück und schützt es vor Blitzeinschlag, Streit und Tod. Sie verspricht ein glückliches Eheleben. Und wenn ein Schwalbenpaar in einem Stall baut, so wird dort den ganzen Sommer über kein Vieh sterben.

Die Volksmedizin benutzte besonders das Blut der Schwalbe. Damit versuchte man Epilepsie, Gicht und erkrankte Augen zu heilen. Getrocknet und mit Pulver vermischt, sollte es den Schützen treffsicher sicher. Mit Schwalbenasche versuchte man Halsentzündungen und Lippenwunden und mit Schwalbenkot Kopfschmerzen und Verstopfung zu kurieren.

Ornithologisch betrachtet sind die Schwalben Singvögel mit sehr langen Flügeln, tiefer Mundspalte und kurzen Füßen, die Insekten im Gleitflug schnappen. Ihr Flug ist schnell und ständig von plötzlichen Richtungsänderungen geprägt. Insgesamt gibt es über 70 Schwalbenarten, von denen die Rauchschwalbe bei uns die bekannteste ist. Sie fällt auf durch ihren tief gegabelten Schwanz und den weißen Flecken auf den Schwanzfedern.

Die Rauchschwalbe hat sich überall in Mitteleuropa eng an den Menschen angeschlossen. Überhaupt ist sie als Kulturfolger wahrscheinlich erst im Gefolge von „Haus und Hof“ aus ihrer subtropischen Heimat nach Norden vorgedrungen und kann in den gemäßigten Zonen wohl nicht ohne den Menschen überleben. Man sollte deshalb ihre Nester, die aus Erde und Speichel gefertigt sind, auf keinen Fall entfernen, denn ihre Zahl ist mittlerweile auf die Hälfte gesunken, weil die Nahrungsvielfalt immer weiter abnimmt und es immer weniger Brutplätze gibt. Vor allem aber, weil immer mehr Landwirte aufgeben mussten und die Zahl der Schuppen und Ställe damit absank.

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Erstellt:
6. März 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. März 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. März 2019, 01:00 Uhr

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