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Eine Blutvergiftung wird häufig nicht erkannt
Schon eine kleine Schnittwunde am Finger kann zu einer Blutvergiftung führen. Bild: Jürgen Fälchle / fotolia stock.adobe
Sepsis – jede Minute zählt

Eine Blutvergiftung wird häufig nicht erkannt

Sepsis, also Blutvergiftung, zählt neben den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Krebs-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

10.10.2018

Jährlich erkranken hierzulande rund 280000 Menschen daran. Fast jeder vierte Patient stirbt. Darauf wies die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) anlässlich des alljährlichen Welt-Sepsis-Tages im September hin.

Eine Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung genannt, entwickelt sich meist aus einer Infektion, zum Beispiel einer infizierten Wunde oder einer Lungenentzündung. Auslöser sind Krankheitserreger (häufig Bakterien, aber auch Viren und Pilze), die in den Körper eingedrungen sind. Dank Abwehrkräften des Körpers bleibt die Infektion normalerweise lokal und heilt aus. „Es kann jedoch passieren, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet“, sagt Roland Milwich vom Serviceteam der KKH in Reutlingen.

Dann werden Erreger von einem Entzündungsherd über die Blutbahnen in den ganzen Körper gepumpt und der Organismus so mit Giftstoffen infiziert. Die Folge: Versagen lebenswichtiger Organe wie Herz und Nieren. Die Sepsis kann lebensbedrohlich sein.

Fachleute schätzen, dass die Sepsis bei einem Drittel der Patienten zunächst nicht erkannt wird. Sie kann sich rasch innerhalb von Stunden und Tagen entwickeln. Damit geht im Ernstfall entscheidende Zeit verloren, in der immer mehr Organe nicht mehr funktionieren.

„Eine Blutvergiftung zu erkennen, ist nicht so leicht“, weiß Roland Milwich. „Denn sie geht einher mit mehrdeutigen Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwächegefühl, auch Verwirrtheit, erhöhtem Puls und beschleunigter Atmung.“

Entscheidend ist, beim geringsten Verdacht auf eine Sepsis sofort einen Arzt zu rufen. Denn je schneller behandelt wird, desto eher kann Leben gerettet werden. Und es können ernste Spätfolgen vermieden werden, wie Muskelschwäche, Bewegungsstörungen oder Nervenschäden.

Ein erhöhtes Risiko für eine Sepsis besteht für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, für Frühgeborene und Kleinkinder, frisch Operierte und vor allem für alte Menschen. TA

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10.10.2018, 01:00 Uhr
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