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Viele nette Einkehrmöglichkeiten

Hinaus ins Grüne: Eine Rundwanderung von Entringen nach Hohenentringen

24.05.2017

Von Arndt Spieth

wir beginnen diese schöne Rundwanderung mit mehreren guten Einkehrmöglichkeiten am Entringer Bahnhof. Er ist gut mit den Zügen der Ammertalbahn oder auch mit dem Pkw erreichbar. Von hier folgen wir der lauschigen Bahnhofstraße bis ins Entringer Ortszentrum. Nach Querung der vielbefahrenen Tübinger Straße halten wir uns kurz links und folgen dann der Kirchstraße bergauf. Sie führt uns erst am Rathaus von 1844 und dann an der Michaelskirche vorbei.

Oberhalb der Kirche biegen wir nach links in die Bebenhauser Straße und folgen ihr weiter bergwärts.

Weiter oben passieren wir das Café Restaurant „Im Gärtle“ – eine erste, gute Einkehrmöglichkeit auf unserer Tour. Das angegliederte Kunstmuseum Manfred Luz sollten sich Kunstinteressierte nicht entgehen lassen. Nach Einmündung der Waldstraße biegen wir nach links und kommen auf einem geschotterten Weg durch lauschige Streuobstwiesen langsam bergauf. Etwas weiter oben schwenkt der Hauptweg in einem Bogen nach rechts und wir biegen hier nach links. Der Wiesenweg steigt nur langsam an und wir haben zwischen den Obstbäumen schöne Ausblicke auf Entringen und das Käsbachtal. Schließlich erreichen wir einen uralten Hohlweg, den wir rechts hoch wandern. Nach rund 60 Meter erreichen wir einen alten Weinbergweg und folgen ihm nach rechts.

Der grasbewachsene Weg führt uns auf etwa gleicher Höhe am Fuß von einigen noch bewirtschafteten Weinbergen entlang und bietet immer wieder faszinierende Ausblicke auf den Schönbuchtrauf mit Hohenentringen, das Ammertal mit der Wurmlinger Kapelle am Spitzberg und im Hintergrund der Rammert und die Schwäbische Alb. Schließlich erreichen wir das Sportheim Entringen, eine weitere, nette Einkehrmöglichkeit.

Nach dem Sportplatz halten wir uns rechts und folgen nach den Parkplätzen dem mit einem roten Balken gekennzeichneten Hauptwanderweg 5 Richtung Allgäu durch den Wald hoch nach Hohenentringen. Dabei durchschreiten wir den 2011 eröffneten und inzwischen 60 Hektar großen FriedWald. Nach einer Rechtskurve erreichen wir oben den Andachtsplatz des Bestattungswaldes mit einem großen Holzkreuz. Von hier hat man einen schönen Blick übers Land. An klaren Tagen kann man am Horizont die 1163 Meter hohe Hornisgrinde an der Grenze zu Baden mit ihrem markanten SWR-Sendemast erkennen. Ihre seitliche Flanke, der 1151 Meter hohe Dreifürstenstein gilt als die höchste Erhebung Württembergs.

Wir wandern weiter und erreichen bald das Schloss Hohenentringen, in das wir rechts einbiegen. Erster bekannter Burgherr war 1075 ein Adalbert von Antringen. Später gehörte sie: den Herren von Entringen, den Grafen von Zollern, den Markgrafen von Baden, den Pfalzgrafen von Tübingen, den Grafen und Herzögen von Württemberg sowie ab 1877 den Freiherren von Ow. Im 15. Jahrhundert wohnten hier oben mehrere Adelsfamilien gleichzeitig, was als „Ganerburg“ bezeichnet wird. In der historischen Gaststube des heutigen Restaurants hängen noch die Wappen der zahlreichen Besitzerfamilien und ein Bild erzählt die Geschichte aus dem Jahr 1417. Damals lebten hier fünf Ritterfamilien mit zusammen rund hundert Kindern. Wenn diese Familien zum Gottesdienst in die Entringer Michaelskirche zogen, so soll ihr Zug so lang gewesen sein, dass als die ersten die Kirche betraten, die letzten erst die Burg verließen.

Der Innenhof der Burg verwandelt sich an schönen Tagen in einen beliebten Biergarten. Nach einer eventuellen Einkehr folgen wir dem mit einem blauen Balken gekennzeichneten Wanderweg links unterhalb des Biergartens hinunter durch den Wald nach Entringen. Die alte Steige führt weiter unten auf einen breiteren Waldweg, dem wir kurz nach links folgen und dann weiter dem Zeichen mit dem blauen Balken talwärts folgen. Unten kommen wir zuerst durch freies Wiesengelände mit schönen Ausblicken und erreichen nach einem Spielplatz die Kirchstraße. Sie führt uns durch den hübschen Ort und wir bekommen einen schönen Blick auf den etwas schiefen Turm der Michaelskirche. Nach Querung der Tübinger Straße folgen wir wieder der Bahnhofstraße. Kurz vor dem Bahnhof erreichen wir das Café Schmoll, eine nette Einkehrmöglichkeit am Ende unserer Tour.

Arndt Spieth / Bilder: Spieth

Länge: 7,8 Kilometer

Dauer: ungefähr 2,5 Stunden

Höhenunterschied: 145 Meter

Arndt Spieth ist Autor von „Kreuz und quer durch Tübingen“, ein Wanderführer durch die Unistadt, der im Silberburg-Verlag erschienen ist.

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Erstellt:
24. Mai 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Mai 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Mai 2017, 01:00 Uhr

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