Mythen, Bäume, Traumausblicke

Hinaus ins Grüne: Rundweg von Bronnweiler übers Käpfle ins Breitenbachtal

Diese abwechslungsreiche Rundwanderung mit einigen herrlichen Ausblicken führt uns von Bronnweiler über das Naturdenkmal Friedenslinde und das Käpfle mit Aussichtsturm zum Alteburger Hof, einer guten Einkehrmöglichkeit. Von hier aus leiten uns schattige Waldwege zuerst ins lauschige Breitenbachtal und dann über den Spital- und Schachenwald zurück nach Bronnweiler.

19.08.2020

Das ist Idylle pur, auch bei großer Hitze: Blick auf Bronnweiler. Bilder: Arndt Spieth

Wir erleben die eindrucksvolle Vielfalt einer alten Kultur- und Naturlandschaft und fühlen uns mal ins Burgund versetzt und dann wieder in die kühlen Täler des Schwarzwaldes. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und sind leicht zu begehen.

Beginn unserer Wanderung ist das Ortszentrum von Bronnweiler, genauer gesagt, die Bushaltestelle „Bronnweiler Mitte“ an der Ortsdurchfahrt „Gönninger Straße“. Wir folgen der Straße ein paar Schritte Richtung Kirche (nördliche Richtung) und biegen dann nach dem Gasthof Rose in die Straße „In der Schweiz“ rechts hinunter zur Wiesaz. Links sehen wir die uralte Bronnweiler Marienkirche mit dem berühmten, rund 35 Meter hohen Mammutbaum. Die Wellingtonie erleuchtet in jeder Weihnachtszeit im Glanz von 3000 LED-Leuchten und soll Deutschlands höchster, am Standort gewachsener Weihnachtsbaum sein – vielleicht sogar der höchste der Welt. Die Kirche ist sonntags für Besichtigungen geöffnet.

Nach der Brücke folgen wir kurz der Klingenhalde und biegen bald nach links in die Straße „Zum Kreuzle“, wo wir ab jetzt für längere Zeit dem Wanderzeichen mit der blauen Gabel folgen. Vor dem letzten Haus in der Straße biegt unser Wanderweg mit gleicher Markierung rechts hoch und führ uns durch den Wald.

Im oberen Teil gabelt sich der Weg und wir halten uns rechts. Bald verlassen wir den Wald und kommen auf eine bezaubernde Anhöhe, die ganz von der Bronnweiler Friedenslinde dominiert wird. Das heutige Naturdenkmal wurde 1870 auf dem mythisch anmutenden Hügel während des Krieges in der Hoffnung auf baldigen Frieden gepflanzt. Daneben liegt ein steinernes Herz mit der Inschrift: „Für immer in Herzen und Lieb“. Von hier oben haben wir einen wunderschönen Blick auf das Umland mit Bronnweiler und den Albtrauf mit dem Gönninger Stöffelberg und, rechts daneben, dem Roßberg, der durch seinen Aussichtsturm gut zu erkennen ist.

Wir wandern in gleicher Richtung weiter und folgen nach den Wiesen dem Hauptwanderweg HW5 (roter Balken) hoch zum Käpfle. Hier oben befand sich im 11. Jahrhundert eine Höhenburg „Alte Burg“ der Herren von Stöffeln, von der aber fast nichts mehr zu sehen ist. Die kleine Hochfläche besticht heute durch ihren hölzernen Aussichtsturm und einige alte Lindenbäume. Beim Turm folgen wir dem Wanderzeichen kurz nach links und dann im alten Burggraben rechts weiter Richtung Alteburger Hof. Nach dem Waldrand queren wir auf dem HW5 zwei Viehweiden und folgen dann einem asphaltierten Feldweg rechts hinter zum Hofgut Alteburg.

In dem Hofgut befindet sich heute eine beliebte Gaststätte mit Biergarten. Wir folgen dem HW5 weiter, queren unten die Straße und wandern dann rechts. Nach einer Erddeponie spazieren wir auf dem „Grenzweg“ (HW5) durch ein schönes Waldgebiet, den Eichwald, und erreichen schließlich den Breitenbach, der sich hier idyllisch durch den Reutlinger Stadtwald schlängelt. Hier biegen wir nach rechts und folgen wieder dem Wanderzeichen „blaue Gabel“ nach rechts Richtung Gönningen und Bronnweiler. Wir erreichen eine Lichtung mit einem Grill- und Spielplatz. Nach einer Forsthütte gelangen wir wieder in den schattigen Wald und folgen dem Gönninger Weg (blaue Gabel) rechts hoch durch den Spitalwald Richtung Gönningen. Schließlich gelangen wir an eine große Lichtung mit Betonschächten, eine weitere ehemalige Deponie. Kurz nach der Freifläche stoßen wir auf eine Waldkreuzung, wo wir uns rechts halten und ab jetzt dem blauen Dreieck bergauf folgen. Kurz bevor wir die Hochfläche mit den Koppeln des Reutlinger Reitvereins erreichen, schwenkt unser Weg erst nach rechts und dann wieder nach links hoch. Oben queren wir die Landesstraße und spazieren auf der anderen Seite den asphaltierten Begleitweg nach links (blaues Rautezeichen). Nach rund 600 Metern erreichen wir ein Wäldchen und folgen dem Radweg Richtung Bronnweiler rechts hinunter.

Wir kommen erst durch ein Tälchen und spazieren dann am oberen Rand einer Klinge entlang mit einer wunderschönen Aussicht bis wir den Bronnweiler Ortsrand erreicht haben. Dann geht es schnurstracks die hübsche Wohnstraße „Auf der Reute“ bergab und am parkartig angelegten ehemaligen Friedhof biegen wir in die Kirchhofstraße nach links. Wir kommen an weiteren schönen Wohndomizilen und Gärten vorbei, queren die Wiesaz und erreichen wieder die Gönninger Straße. Hier halten wir uns rechts und kommen wieder zurück zum Ausgangspunkt. Arndt Spieth

Länge: 9,7 Kilometer

Höhenunterschiede: 224 Meter

Dauer: ca. 2,5 Stunden

GPS-Track: https://out.ac/tzCqP

Einkehrmöglichkeit: Gutshofgaststätte Alteburg, Gasthaus Rose in Bronnweiler

Grillplatz: Im Breitenbachtal

ÖPNV: Bushaltestelle „Bronnweiler Mitte“, Linien 5/155, Abfahrt: Bahnhof Mössingen

Unser Wanderautor Arndt Spieth hat eine eigene Homepage:

www.wanderwerkstatt.com

Kirche trifft Baumriese: Der Mammutbaum an der Marienkirche wächst schon direkt an der Außenmauer lang.

Rundwanderung von Bronnweiler übers Käpfle ins Breitenbachtal Schattenbäume gesucht: Viehweide am Hofgut Alteburg Bild: Arndt Spieth

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Erstellt:
19. August 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
19. August 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. August 2020, 01:00 Uhr

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