Naturparadies mit Schaukeln

Hinaus ins Grüne: Wandern rund um und in Hechingen

07.09.2022

Der „Häppy Schaukelweg“ lädt zu einer Schaukelpause ein.

Der „Häppy Schaukelweg“ lädt zu einer Schaukelpause ein.

Start- und Zielpunkt dieser vielseitigen Wanderung ist der Bahnhof Hechingen. Wir durchwandern mit herrlichen Ausblicken auf die Burg Hohenzollern das Lärchenwäldle und die Hagelhofhöhe und entdecken die Highlights der einstigen hohenzollerisch-preußischen Residenzstadt. Die Wege sind meist gut ausgebaut und oder angelegt, teilweise in der Sonne, teilweise führen sie uns durch im Wald. Als kurze Variante wird der neu angelegte und gut ausgeschilderte „Häppy-Schaukelweg“ vorgeschlagen. Es gibt immer wieder Einkehrmöglichkeiten, aber genügend Wasser und ein Sonnenschutz sind immer gut.

Vom Bahnhof aus wandern wir bei einem Infoschild über Hechingen den Fußweg links runter und erreichen nach dem kleinen Bahnhof der Landesbahn die Bahnhofstraße, der wir rechts runter folgen. Beim Kreisverkehr halten wir uns kurz links, queren die Sigmaringer Straße und wandern die Löwenstraße bis zur Stutenhofstraße. Dort geht’s nach links. Unten am Café biegen wir nach rechts und wandern entlang der Starzel. Rechts sehen wir die Spittelkirche und das alte Pfründehospital für „Bedürftige Hechinger“ von 1602.

Hier folgen wir der Ausschilderung zum neuen „Häppy Schaukelpfad“. Auf diesem Themenweg wurden kreative Schaukelanlagen für Groß und Klein und andere Attraktionen wie ein Barfußpfad angelegt. Wir queren die Starzel und wandern durch den neu angelegten Starzelpark. Nach der Neustraße geht’s, am Starken Café vorbei, zur Bushaltestelle Martinstraße. Wer sich für die kurze Variante entschieden hat, folgt hier weiter dem „Häppy Schaukelweg“ Richtung Westen, auf dem man weiter ober wieder auf die „lange Variante“ trifft. Auf der längeren Variante spazieren wir die Martinstraße weiter Richtung Norden und folgen den Wanderzeichen „blaues Kreuz“ und „Hohenzollernweg“.

Nach dem Campingplatz und den Tennisplätzen geht es vor dem Hechinger Freibad die Niederhechinger Straße links hoch. Wir wandern am Rapphof mit großer Minigolfanlage rechts vorbei und folgen dem gelben Kreis sowie der Ausschilderung zum Aussichtspunkt Lärchenwäldle. Der asphaltierte Weg führt erst am Waldrand entlang und nach einem Parkplatz kommen wir auf einen Schotterweg und zum Naturkindergarten Lärchenwäldle. Dort spazieren wir auf dem Wiesenweg rechts vorbei und streifen durch eine herrliche Heidelandschaft mit schönen Ausblicken auf die Alb mit dem Hohenzollern.

Weiter oben verengt sich die naturnahe Wiese und bei einer Kreuzung (circa 50 Meter vor dem Golfplatz) halten wir uns kurz rechts und folgen dann weiter dem gelben Kreissymbol nach links in den Wald hinein. Wir wandern geradeaus und dann führt uns der lauschige Waldpfad erst links und dann im Zickzack nach hinten zum Sulzbach. Ab dem Schafwasen folgen wir dem gelben Kreis und Baumsymbol (HW3) in gleicher Richtung wieder bergauf, queren oben die Straße zum Schloss Lindich und wandern bis zu einer Wildschweinskulptur weiter. Ab hier folgen wir den Wanderzeichen nach links Richtung Hagelhofhöhe.

Nach Grillplätzen mit Waldspielplatz queren wir einen Wanderparkplatz und wieder die Lindichstraße und wandern jetzt am Golfplatz entlang hoch zum Golfclubhaus Hechingen-Hohenzollern mit Restaurant und schöner Terrasse. Ein paar Schritte weiter oben queren wir die Zufahrtsstraße und wandern in gleicher Richtung auf dem asphaltierten Weg über die Hagelhofhöhe. Rechts liegt der Hagelhof und vor uns die Wohnblöcke in der Hechinger Stauffenbergstraße, die wir jetzt ansteuern. Wir gehen durch das Wohngebiet Richtung Stadt. Unterhalb einer Wiese folgen wir der Schlossackerstraße erst nach rechts und dem Königsberger Weg nach links. Die Straße schwenkt unten nach rechts und wir steigen hier den Treppenweg geradeaus hinunter.

Direkt oberhalb der Weilheimer Straße folgen wir der lauschigen Schillerstraße erst nach links und dann rechts hinunter ins Feilbachtäle, wo wir wieder auf den „Häppy Schaukelweg“ stoßen. Wir queren die Straße und folgen dem Themenweg am Bach entlang bergauf. Nach einem Barfußpfad „Erlebdichpfad“ und einer Fußwaschanlage kürzen wir (wer mag) den Schaukelweg ab und wandern links hoch.

Zwischen alten Parkbäumen geht‘s oben nach links und wir folgen wieder den „Häppy“-Schildern durch den Fürstengarten bis zur Villa Eugenia. Der prachtvolle Bau wurde 1786/87 für Fürst Joseph Wilhelm von Hohenzollern-Hechingen als sommerliches Lust-Gartenhaus erbaut und war später der Wohnsitz des Fürstenpaares Friedrich Wilhelm Konstantin und Eugénie de Beauharnais. Hier gibt es kostenfreie Kunstausstellungen und sonntags oft Kaffee und Kuchen. Wir folgen weiter den Schildern, kommen an einem erfrischenden Kneippbecken vorbei und erreichen den schönen Obertorplatz mit Cafés.

Danach geht’s über den Kirchplatz zur eindrucksvollen Stiftskirche St. Jakobus. Baumeister dieser bedeutenden, frühklassizistischen Kirche von 1780 bis 1783 war Pierre Michel d’Ixnard aus Nimes. Am Traditionscafé Röcker folgen wir der Goldschmiedstraße nach rechts zur wiederhergestellten Synagoge. Das heutige Kulturzentrum ist sonntags von 14 - 17 Uhr für Interessierte geöffnet. Rechts daneben steht noch das jüdische Gemeindehaus und Rabinat. Hechingen hatte seit dem Mittelalter eine große jüdische Gemeinde und es gab in der Friedrichstraße beim Freibad ein rein jüdischen Viertel „Ghetto“ mit Synagoge, Mikwe, Schlachthaus, Bäckerei und Herberge.

Nun geht’s durch die Synagogenstraße zum Marktplatz mit dem Marktbrunnen, auf dem die Stadtgeschichte dargestellt ist. Wir wandern nach rechts und in der Kanzleistraße wieder nach links bis zum Schlossplatz mit den beiden Stadtschlössern. Das klassizistische Neue Schloss sollte in den 1970er-Jahren abgerissen werden und ist nur äußerlich als Bankgebäude erhalten worden. Im Alten Schloss ist das Hohenzollerische Landesmuseum untergebracht. Am Unteren Turm folgen wir der Staig hinunter ins Starzeltal. Sie war einst der Hauptzugang in die Residenzstadt mit vielen Geschäften und Lokalen. Heute stehen die Läden und auch ganze Häuser wie teilweise auch in der Altstadt leer.

Nach der Johannesbrücke folgen wir der Gutleuthausstraße nach rechts und spazieren nach der Sigmaringer Straße durch den lauschigen St. Luzenweg bis zur Klosterkirche St. Luzen, eine der schönsten Renaissancekirchen Süddeutschlands. Die bis 17 Uhr geöffnete Kirche ist auch für ihre Barockkrippe an Weihnachten berühmt. Im ehemaligen Franziskanerkloster befindet sich heute ein Bildungshaus. Wir folgen weiter dem St. Luzenweg, gehen an der Kreuzung erst links und in der Bahnhofsstraße nach rechts bis zum Bahnhof. Arndt Spieth

Länge: 9,3 / 4,5 Kilometer

Gehzeit: 3 / 1,5 Stunden

Höhenunterschiede: 128 Meter

ÖPNV: Regionalbahnen der DB, Pkw: Parken beim Bahnhof

Einkehrmöglichkeiten: Weiherhof und Schützenhaus (Niederhechingerstraße), Golfclub, Cafés und Lokale in Hechingen

GPS-Track: https://out.ac/IA39f4

Am schön gestalteten Hechinger Obertorplatz gibt’s viele Cafés. Bilder: Arndt Spieth

Am schön gestalteten Hechinger Obertorplatz gibt’s viele Cafés. Bilder: Arndt Spieth

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Erstellt:
07.09.2022, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 4min 08sec
zuletzt aktualisiert: 07.09.2022, 01:00 Uhr

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