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Der Kommentar

Ich pfeife auf die guten Vorsätze!

03.01.2018

Von Andrea Bachmann

Angeblich war das Neckarabschwimmen 2017 das schönste seit Menschengedenken. Sonnenschein, Schnee und Eis boten eine märchenhafte Kulisse und die Stimmung war großartig. Für mich war es auf alle Fälle das schönste Neckarabschwimmen, denn ich war zum ersten Mal dabei. Ich werde in meinem Leben nie wieder vergessen, wie es sich anfühlt, durch Eisschollen zu schwimmen.

Für solch unvergessliche Erlebnisse muss man vor allem eines tun: sich auf Dinge einlassen, die man noch nie zuvor gemacht hat. Das Neckarabschwimmen war für mich im vergangenen Jahr nur ein Auftakt. Im Frühjahr habe ich bei der Uraufführung eines großen Chorwerks mitgesungen. Im Juni bin ich durch Neptuns Garten spaziert – fünfzehn Meter unter der Wasseroberfläche. Zwei Tage später kniete ich heulend vor Glück in einem Boot und schaute zu, wie eine ganze Delphinherde die Bugwelle surfte. Ich habe gelernt, mich auf einem Paddelbrett fortzubewegen, als Marktfrau gearbeitet und war auf der ersten (und hoffentlich letzten!) Techno-Party meines Lebens.

Das war ein gutes Jahr. Und deshalb pfeife ich auf die richtig anständigen Neujahrsvorsätze, auch wenn es mir gut anstünde, ein paar Kilo abzunehmen, meine Steuererklärung pünktlich abzugeben oder mehr zu schlafen. Ich möchte jeden Monat etwas machen, was ich noch nie zuvor gemacht habe. Unvergessliche Erlebnisse sammeln. Das Neckarabschwimmen gehört nicht mehr dazu. Aber ich freue mich trotzdem drauf. Auch wenn ich dieses Jahr vermutlich auf Eisschollen verzichten muss.

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Erstellt:
3. Januar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Januar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2018, 01:00 Uhr

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