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Dr. Google spricht in Rätseln

Kranke Kinder sorgen häufig für verunsicherte Eltern

Das Kind ist krank? Eltern haben dann häufig Probleme, Informationen zur Behandlung zu finden und diese richtig einzuordnen.

09.01.2019

Erkältung oder nur was Falsches gegessen? Viele Eltern können Informationen im Zusammenhang mit der Erkrankung ihres Kindes nur schwer beurteilen. Bild: BeTa-Artworks / fotolia

Das zeigen noch unveröffentlichte Befragungsergebnisse der AOK-Familienstudie 2018, für die das IGES-Institut im Auftrag des AOK-Bundesverbandes deutschlandweit mehr als 5 000 Eltern mit Kindern im Alter von vier bis 14 Jahren befragt hatte. Demnach ist es für Eltern schwierig, Informationen im Zusammenhang mit der Erkrankung ihres Kindes zu beurteilen. Knapp über 40 Prozent tun sich schwer damit, die Vertrauenswürdigkeit von Medieninformationen zur Gesundheit des Kindes zu bewerten – und dies unabhängig vom Bildungsniveau. Bei manchen Eltern beginnen die Orientierungsprobleme im Gesundheitsbereich allerdings auch schon einen Schritt vorher: Jedem Fünften fällt es laut Umfrage nicht leicht, überhaupt Informationen zur Kindergesundheit zu finden. Geht es um psychische Probleme, ist es sogar jeder Dritte.

Prof. Klaus Hurrelmann, Gesundheitswissenschaftler von der Hertie School of Governance in Berlin, bewertet die Unsicherheit der Eltern wie folgt: „Bei Dr. Google findet man Ratschläge zu allen möglichen Symptomen. In der Informationsflut können die Eltern aber leider nicht mehr unterscheiden, was wichtig und richtig ist. Anstatt Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung des Kindes zu gewinnen, passiert in vielen Fällen genau das Gegenteil. Die Eltern bleiben verunsichert zurück und treffen keine beziehungsweise falsche Entscheidungen.“

Die positive Nachricht der Befragung: Liegen die entsprechenden Gesundheitsformationen erst einmal vor, so können Eltern auch Entscheidungen treffen. Vor allem, wenn der Arzt medizinische Anweisungen gibt. Diese sind sogar für 93 Prozent der Eltern verständlich. Erfreulich ist zudem, dass es auch bei der Umsetzung nicht hapert: Hier geben ebenfalls mehr als 90 Prozent an, dass sie die erhaltenen Empfehlungen und Ratschläge einfach anwenden können.

Vergleicht man die Gesundheitskompetenz von Eltern mit der allgemeinen Bevölkerung, so liegen die Erziehungsberechtigten im Trend. Denn auch hier schätzt jeder Zweite seine Gesundheitskompetenz als eingeschränkt ein. TA

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Erstellt:
9. Januar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Januar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Januar 2019, 01:00 Uhr

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