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Kryptowährungen als alternatives Zahlungsmittel?

17.02.2020

Bitcoins, Ethereum und andere Kryptowährungen sorgen seit vielen Jahren für Schlagzeilen. Das liegt vor allem daran, dass an den Börsen die Kurse für die digitalen Währungen explodieren. IT-Fans erhoffen sich von Bitcoins und Co. eine Revolution des Zahlungsverkehrs, langfristig sollen sie die gewöhnlichen Währungen ersetzen. Doch ist diese Hoffnung berechtigt? Taugen Kryptowährungen als alternatives Zahlungsmittel?

Akzeptanz von Kryptowährungen durch Händler

Digitale Zahlungsmittel entwickeln bei Verbrauchern nur Attraktivität, wenn sie damit bei vielen Unternehmen bezahlen können. Tatsächlich erlauben einige Onlineshops die Bezahlung mit Kryptowährungen, meist Bitcoins. Vereinzelt nehmen auch Vor-Ort-Geschäfte diese Zahlungsmittel an. Insgesamt hält sich die Verbreitung dieser Zahlungsmethode in engen Grenzen. Im E-Commerce verweigern sich zum Beispiel große Player wie Amazon und Zalando dieser Bezahlungsart. Sie setzen weiterhin auf Verfahren wie Lastschrift, Kreditkarte und PayPal. Noch schlechter sieht es im Offline-Handel aus.

Woran liegt diese Zurückhaltung? Vor allem bei Digitalkonzernen im E-Commerce würde die Vermutung naheliegen, dass sie einer digitalen Währung gegenüber aufgeschlossen sind. Doch es gibt einen Haken: Bitcoins und andere Kryptowährungen weisen massive Kursschwankungen auf. Insgesamt zeigen deren Kurse seit den jeweiligen Gründungen zwar steil nach oben, aber es drohen zwischendurch gravierende Kursverluste. Für Unternehmen stellt das ein kaum kalkulierbares Risiko dar. Eventuell verkaufen sie heute eine Ware, eine Woche später ist das eingenommene digitale Geld weniger als der Einkaufspreis wert. Der Aufwand bei der Buchhaltung kommt hinzu. Gewöhnlich arbeiten Unternehmen mit einer Währung, auch wenn sie diese über verschiedene Wege wie Überweisung und PayPal erhalten. Bei Kryptowährungen müssen sie dagegen den jeweiligen, sich ständig verändernden Gegenwert in Euro zugrunde legen.

Mit digitalen Währungen zahlen: Tipps

Bisher bleiben Kryptowährungen als Zahlungsmittel eine Nische. Dennoch bieten einige Onlinehändler und wenige Vor-Ort-Anbieter diese Möglichkeit an. Für Verbraucher, die Bitcoins oder Co. besitzen, spricht nichts gegen diese Zahlungsart. Sie wissen zum Zeitpunkt der Bezahlung exakt, was ihre Währung momentan für einen Wert besitzt. Das anschließende Kursrisiko trägt allein der Händler. Es empfiehlt sich aber, einige Sicherheitstipps zu beachten:

Vor dem Kauf einer digitalen Währung sollten Interessierte Trading-Plattformen vergleichen. Kriterien sind neben der Seriosität als wichtigster Punkt die Gebühren und die Benutzerfreundlichkeit.

Besitzer sollten die Bitcoins sicher aufbewahren. Eine kleine Summe gehört in eine Online-Wallet, mit dieser können sie unmittelbar bezahlen. Für den Rest eignet sich ein Vault, dabei handelt es sich um einen virtuellen Tresor eines entsprechenden Anbieters.

Ob auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone: Oberste Priorität genießt es, eine leistungsstarke Anti-Viren-Software auf dem aktuellen Stand zu halten.

Ausblick: Kryptowährungen als Zahlungsmittel

Kryptowährungen werden sich als Geldanlage und Spekulationsobjekt weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Die erheblichen Kursschwankungen bieten die Chance auf attraktive Renditen in kurzer Zeit. Diese Volatilität erweist sich zugleich als Hindernis im Zahlungsverkehr. Händler brauchen eine gewisse Stabilität bei den Kursen, um fundiert betriebswirtschaftlich planen zu können. Das dürfte die Verbreitung von Bitcoins und Co. im Handel weiterhin hemmen.

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Erstellt:
17. Februar 2020, 12:27 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2020, 12:27 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2020, 12:27 Uhr

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