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Endlich Winterpause

Landesligisten mit katastrophalem Abschluss

Das war nix mit einem schönen Abschluss in die Winterferien. Alle drei regionalen Fußball-Landesligisten verloren, einer ging sogar förmlich unter.

04.12.2019

Ioannis Potsou (links) vom FC Rottenburg mit gelb-rot gegen Böblingen. Bild: Ulmer

Mit sage und schreibe 60 Gegentoren verabschiedet sich der SSC Tübingen in die Winterpause. Als Tabellenletzter. Schon vier Punkte Abstand haben sie zum Vorletzten Wittendorf, zehn sind es auf einen Nichtabstiegsplatz. Sieben der Gegentore gab es alleine am vergangenen Sonntag in Darmsheim. Nach dem 1:7 war auch Trainer Jonathan Annel bedient.

Dennoch: „Das Team hat das Zeug, in der Landesliga zu bleiben, davon bin ich 100 Prozent überzeugt“, sagte der Coach. Es waren haarsträubende Fehler, die zu dem hohen Ergebnis führten. Und außerdem der Tatsache geschuldet, dass Fedor Luib noch in der ersten Hälfte die gelb-rote Karte kassierte. Zwar war den Tübingern noch in Unterzahl der Ausgleich geglückt, aber dann waren sie auch kräftemäßig am Ende. Die Gegner schossen die Tore fast nach Lust und Laune. Mit einigen Neuzugängen nach der Winterpause will der Tabellenletzte das Unmögliche noch möglich machen. Doch das dürfte schwer werden angesichts des enormen Punkterückstands auf die Teams, die in der Tabelle vor ihnen stehen.

Aber auch der SV 03 Tübingen hat derzeit den absoluten Negativlauf. Aus den letzten sechs Spielen sprang gerade mal ein Sieg heraus. Hatten die Schwarzgelben vor ein paar Wochen noch nach oben geschielt, müssen sie jetzt aufpassen, genügend Punkte zwischen sich und das Absteigerfeld zu bekommen. Denn am Wochenende gab es gegen Mühlheim ein 2:5 auf eigenem Platz in der Jahnallee. Der Kunstrasen dort kam dem spielerisch eigentlich recht starken SV 03 entgegen. Und so gingen sie auch mit 1:0 in Führung durch Felix Eggensperger (24. Minute). Durch ein eher kurioses Rollertor gelang den Mühlheimern noch vor der Pause der Ausgleich. Wenn auch eher überraschend, denn die erste Hälfte hatten die Tübinger mit schnellem, technisch gutem Spiel dominiert. Nichts deutete allerdings darauf hin, dass der SV dieses Match noch so hoch verlieren sollte.

Doch nach der Pause gelangen dem Gegner rasch zwei Tore zum 1:3 aus Sicht des SV. Zwar schoss Marc Poerschke mit einem Drehschuss noch das 2:3-Anschlusstor – aber das war es dann auch. Und zu guter Letzt gab es für Eggensperger noch die Rote Karte in der 87. Minute – er hatte einen Gegenspieler beleidigt. „Jetzt müssen wir in der Tabelle nach hinten schauen“, sagte ein enttäuschter Coach Andreas Beyerle, „und 2020 unsere Hausaufgaben machen.“ Dabei darf man nicht unterschlagen, dass die Tübinger etliche Spiele eher unglücklich verloren. Mit dem Spiel selbst war Beyerle nicht mal unzufrieden. „Die Jungs haben alles probiert“, sagte er.

Alles probiert haben auch die Jungs vom FC Rottenburg. Und lange Zeit sah es auch so aus, als könnten sie beim favorisierten SV Böblingen was reißen. Denn erst in der 86. Minute und in der Nachspielzeit schafften die Böblinger noch den 4:2-Sieg durch diese beiden späten Tore.

Coach Frank Eberle war danach bedient. „Wir hätten etwas Zählbares verdient“, war er der Meinung. Tatsächlich hielten die Rottenburger auch bestens mit. Zwei Mal gelang ihnen der Ausgleich nach Böblinger Führung. Man sieht: Der Team-Spirit bei den Bischofsstädtern ist intakt, es fehlen nur die kleinen Erfolgserlebnisse. Jetzt ist erst mal Winterpause, da kann das junge Team gemeinsam mit dem Coach an einem Erfolgsrezept für die Rückrunde weiter feilen. Immerhin hat das Team nun die erste Halbrunde der Landesliga hinter sich, und sich an die Qualität dort gewöhnen können.

Der SV Nehren hatte am Wochenende spielfrei, steht in der Tabelle aber noch immer am besten da von allen vier regionalen Landesligisten. Mit einem Sieg im Nachholspiel er sogar vom jetzigen 6. Platz auf den 4. davonziehen. Damit wäre er gerade mal drei Punkte vom Tabellenzweiten Gärtringen weg.Werner Bauknecht

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Erstellt:
4. Dezember 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Dezember 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Dezember 2019, 01:00 Uhr

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