Das Auge isst mit

Marfa Luisa August setzt kulinarische Genüsse mit ansprechenden Fotos ästhetisch in Szene

Ihre Abschlussarbeit am Rottenburger Berufskolleg hat Marfa Luisa August als ansprechend illustriertes Kochbuch mit veganen und vegetarischen Rezepten veröffentlicht, das gebratenen Rosenkohl und gefüllte Paprikaschoten zum Blickfang macht. Wir sprachen mit der 18-jährigen Tübingerin, die ab Herbst Mediendesign studiert, über die Ästhetik gesunder Ernährung.

07.04.2021

Marfa Luisa August kocht und fotografiert gerne. Mit ihrem Kochbuch verbindet sie beide Leidenschaften. Bild: Marfa Luisa August

TAGBLATT ANZEIGER: Sie haben Ihr Kochbuch unter dem Titel „Marfis“ veröffentlicht. Leitet sich dieser Begriff von Ihrem Vornamen ab?

Marfa Luisa August: Ja, Marfi ist mein Spitzname. So wurde ich schon als Kind von meinen Eltern und Freunden gerufen. Und von ihnen stammt auch die Idee, daraus den Buchtitel zu machen.

Der Text im Buch ist durchgehend deutsch. Warum dann der englische Untertitel „vegan & vegetarian recipes“?

Auf englisch hört sich der Untertitel besser an als auf deutsch. Und die Kleinschreibung sieht auf englisch ansprechender aus.

Verzichten Sie bei Ihrer eigenen Ernährung konsequent auf Fleisch?

Ich ernähre mich seit elf Jahren vegetarisch, häufig auch vegan. Manchmal esse ich Fisch, hin und wieder auch Milchprodukte.

Woher stammen die 36 Rezepte für Bowls, Snacks und Hauptspeisen, die Sie in Ihrem Buch veröffentlicht haben?

Ich probiere gerne etwas Neues aus. Meine Eltern kochen viel, von ihnen habe ich mir manches abgeschaut. Sie waren neben meinen Freund auch die wichtigsten Testesser, die meine Gerichte vor Veröffentlichung des Kochbuchs probiert haben. Zahlreiche Rezepte aus dem Buch koche ich schon lange und oft. Dabei lasse ich mich auch von Rezepten aus anderen Kochbüchern oder dem Internet inspirieren. Schupfnudeln kennt beispielsweise jeder. In meinem Buch habe ich sie so beschrieben, wie sie mir am besten schmecken, nämlich mit Zwiebeln und Spitzkohl. Oder ich präsentiere Spinat-Knödel als vegane Variante mit Sojamilch.

Außer schwäbischer Küche stellen Sie auch asiatische Rezepte vor. Fließen dabei eigene Reiseerfahrungen ein?

Ich war zwar noch nie in Asien. Aber ein Freund meiner Familie stammt aus Indien. Immer wenn er bei uns Zuhause kocht, bekomme ich von ihm viele Anregungen.

Haben Sie die Rezepte für Ihr Buch eher nach ästhetischen als nach kulinarischen Kriterien ausgewählt?

Beides war mir gleichermaßen wichtig. Die Illustrationen habe ich so gestaltet, dass sie schön bunt sind. Etwa beim Foto meines Kartoffelsalats. Mit ein paar Frühlingszwiebeln kommt zum Gelb auch noch frisches Grün auf das Bild. Oder ich habe mit einem Minzblatt auf dem Apfelstrudel einen farbigen Akzent gesetzt. Die Ananasstücke und Falafeln habe ich bewusst etwas länger gebraten, damit sie auf dem Foto schön knusprig aussehen.

Fragen von Stefan Zibulla

Marfa Luisa August

Marfis

vegan & vegetarian recipes

Verlag Laupp & Göbel

Gomaringen, 2020

96 Seiten, 20 Euro

ISBN 978-3-947217-24-3

Das Buch kann direkt beim Verlag unter www.meine-druckerei.de oder im Online-Shop von Osiander bestellt werden.

Zudem kann es in Tübingen im Tintenfass oder im Speicher beim Nonnenhaus sowie in der Spezialitäten Compagnie in Mössingen gekauft werden.

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Erstellt:
7. April 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
7. April 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. April 2021, 01:00 Uhr

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