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Neuer Betriebskostenspiegel

Mieter in Deutschland zahlen durchschnittlich 2,16 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskoste

Alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen geben deutsche Vermieter an ihre Mieter weiter.

09.10.2019

Heizung und Warmwasser machen einen Großteil der Betriebskosten aus, die in die „zweite Miete“ einfließen. Archivbild: djd / Meister der Elemente / Bundesverband Wärmepumpe

Das sind Ergebnisse des aktuellen Betriebskostenspiegels, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage von Abrechnungsdaten des Jahres 2017 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten bei Anfallen aller Betriebskostenarten demnach 2697,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2017 aufgebracht werden.

Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser / Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser blieben im Abrechnungsjahr 2017 stabil und liegen im Durchschnitt bei 1,03 Euro / Quadratmeter / Monat. Dabei wird die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starke Preisunterschiede bestimmt, sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern. Während beispielsweise die Kosten für ölbeheizte Wohnungen spürbar anstiegen, sanken die Kosten für Gas und Fernwärme.

Die Angaben des Deutschen Mieterbundes weisen eine preisliche Spanne von 0,74 bis 1,89 Euro auf. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich allein für Heizung und Warmwasser Kosten in Höhe von 988,80 Euro im Jahr. Letztlich entfallen rund 50 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf diese beiden Posten.

Der jetzt veröffentlichte Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2017 ist der 13. Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund vorlegt. Ihm liegen Tausende von Betriebskostenabrechnungen aus ganz Deutschland zugrunde. Die Daten aus diesen Abrechnungen beziehen sich auf rund 20 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche, so dass eine umfassende und repräsentative Aussage zur Durchschnittshöhe möglich ist.

Neben dem Betriebskostenspiegel 2017 für Deutschland werden gleichzeitig ein Betriebskostenspiegel für Ostdeutschland und ein Betriebskostenspiegel für Westdeutschland vorgelegt.

Ziel des Betriebskostenspiegels ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die mehr als 21 Millionen Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Gleichzeitig soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnung nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern. TA

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Erstellt:
9. Oktober 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2019, 01:00 Uhr

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