Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Durch den Schornstein gejagt

Private Haushalte verschwenden Strom für neun Milliarden Euro pro Jahr

Der Stromspiegel 2019 des Mieterbunds zeigt: Private Haushalte verschwenden Strom für neun Milliarden Euro pro Jahr. Für jeden Haushalt beträgt das Sparpotenzial jährlich rund 230 Euro. 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr durch unnötigen Stromverbrauch könnten eingespart werden.

06.03.2019

Mit am meisten lässt sich beim Wäsche trocknen sparen – Geld und CO2. Archivbild: Ulrich Metz

Laut Auswertung von rund 226 000 Daten von Privathaushalten stagniert der Stromverbrauch im Vergleich zu den Vorjahren. Hochgerechnet auf ganz Deutschland verschwenden private Haushalte jährlich 9 Milliarden Euro und sind für unnötige Emissionen von fast 18 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich. Damit sind die Ziele für Energiewende und Klimaschutz in Gefahr.

Welchen Beitrag die privaten Haushalte leisten könnten, macht ein Vergleich deutlich: Die vermeidbaren CO2-Emissionen entsprechen etwa denen des Braunkohlekraftwerks Weisweiler, das zu den fünf klimaschädlichsten Kraftwerken in Europa zählt.

So viel können Mieter

und Eigentümer sparen

Das Potenzial fürs Stromsparen ist groß, wie zwei konkrete Beispiele für verschiedene Haushalte zeigen:

Ein Zweipersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus, der sein Wasser mit Strom erwärmt und insgesamt 3500 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, kann rund 400 Euro sparen und etwa 880 Kilogramm CO2 vermeiden. Der meiste Strom lässt sich bei Warmwasser, Waschen und Trocknen sowie Informations- und Unterhaltungstechnik sparen.

Eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus, die ihr Wasser nicht mit Strom erwärmt und 5000 kWh im Jahr verbraucht, kann rund 570 Euro sparen und etwa 1230 kg CO2 vermeiden.

Größtes Sparpotential

bei der Waschmaschine

Am größten ist das Sparpotenzial in diesem Fall bei Waschmaschine und Trockner sowie Heizungspumpe und Beleuchtung. „Der neue Stromspiegel zeigt, dass Verbraucher mit Stromsparen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten können“, sagt Projektleiter Boris Demrovski. „Damit die Energiewende in den eigenen vier Wänden gelingt, muss man sein Sparpotenzial kennen und ausschöpfen. Wie hoch es ist, kann jeder Haushalt ausrechnen.“

Potenzial fürs Stromsparen

berechnen

Verbraucher können ihr persönliches Sparpotenzial mit einem interaktiven Online-Rechner auf www.stromspiegel.de/ ermitteln.

Der Verbrauch wird bewertet (Einstufung A bis G), das Sparpotenzial berechnet und eine Liste mit konkreten Maßnahmen fürs Stromsparen angezeigt. Wie Stromsparen bei den einzelnen Bereichen und Geräten im Haushalt gelingt, zeigen anschauliche Tipps. Auf der Internetseite finden sich weitere Beratungsangebote. TA

Zum Artikel

Erstellt:
6. März 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. März 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. März 2019, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.